Soziologie-ein fliegender Holländer? https://soziologiedesunbewussten.blogspot.be/2015/12/blog-post

Soziologie- ein fliegender Holländer?

Mein Artikel aus "soziologie heute", Oktober 2015, s. Blog-Artikel vom 2.12.2015

Samstag, 28. Juni 2014

Das Asch - Konformitäts-Experiment

Solomon Asch führte zwischen 1951-1956 sozialpsychologische Experimente zum Konformitätsdruck in Gruppen durch.

Diese immer wieder bestätigten Resultate zeigen, dass z.B. in einer durch Zufallsauswahl zusammengesetzten Gruppe 95% der Probanden zwei offensichtlich unterschiedlich lange Linien realistisch wahrnehmen und einschätzen konnten.

Wenn die Gruppe so manipuliert wurde, dass nur ein echter Proband in einer Gruppe war und der Rest Schauspieler änderte sich das Ergebnis spektakulär, wenn die Schauspieler die unterschiedlichen Längen FALSCH bewerteten.
Unter diesem Gruppendruck waren nur noch 25% statt 95% in der Lage, die Realität realistisch zu bewerten.

Wer nun denkt, wahrscheinlich geht es um bewusste Prozesse, nach dem Motto „Ich falle lieber nicht auf und gebe deshalb die falsche Antwort“, wird durch aktuelle neurowissenschaftliche Experimente (z.B. Berns 2005) widerlegt. Sie zeigen, dass die Probanden überzeugt waren, sie seien durch eigenständige Wahrnehmung jetzt zu der richtigen Beurteilung der Realität gekommen:

„Most of Berns’s volunteers reported having gone along with the group because ‚they thought that they had arrived serendipitously at the same correct answer’. They were utterly blind, in other words, to how much their peers had influenced them.” (Cain 2013: 92)

Ist es nicht höchstwahrscheinlich, dass die Schreispirale in den Medien (Steiner 2012) einen ähnlichen Konformitätsdruck erzeugt und damit auch zu solchen a-rationalen, unbewussten Prozessen führt, die subjektiv als rationale Entscheidungen für bestimmte „realistische Perspektiven auf die Realität“ empfunden werden?

Wie könnten Demokratien rationaler gestaltet werden, wenn man diese wissenschaftlichen Ergebnisse, neurowissenschaftlich aktuell bestätigt, soziologisch und politisch endlich ernst nehmen würde?

Freitag, 27. Juni 2014

Die Logik des Misslingens

Dörner zeigt in seinem Buch, dass emotionales Engagement bei hochkomplexen Situationen (z.B. bei Entwicklungshilfeprojekten) zu Katastrophen führen kann, weil der Blick für wesentliche Faktoren, die die Zusammenhänge ausmachen, verloren geht und sich sozusagen aus emotional-ideologischen Gründen unbewusst mit Hilfe von Scheuklappen den Zugang zur Gesamtrealität verbaut.

Abstraktion und Rationalität stehen im Widerspruch zum emotional-ideologischen Anspruch. Das kalte, herzlose Denken kann im Sinne von Verantwortungsethik mehr für die Menschen tun als eine Wohlfühl-Gesinnungsethik, deren gutgemeinte Handlungsresultate die Situation im System verschlimmert.

Dies widerspricht nur scheinbar der Fähigkeit, INTUITIV hochkomplexe Situationen besser zu handhaben (Bauchentscheidungen/Gigerenzer). Der Unterschied besteht darin, ein möglichst ideologiefreies Bauchgefühl zu entwickeln, um solche Sitautionen realitätsgerecht zu erfassen. Dann gibt es natürlich bezüglich Rationalität und Abstraktionsvermögen auch erhebliche individuelle Unterschiede bei Menschen, die bei der Optimierung des Verhältnisses von Verstand und Intuition eien entscheidende Rolle spielen.

Philosophisch verweist diese Tatsache auf Husserls phänomenologische Reduktion. Aber mehr dazu in einem anderen Post.


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Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen.

Interessantes aus einer Rezension zu Dörners wirklich empfehlenswertem Buch (Hinweis von Marcus Müller):

"Viele Menschen neigen offenbar dazu, ab einer gewissen Komplexitätsstufe der Aufgabe den rationalen Verstand auszuschalten, Wirklichkeitsanteile auszublenden und bei Fehlern
Zuflucht zu Zynismus, Verschwörungstheorien und Despotismus zu nehmen statt das eigene Denken zu hinterfragen.

Alles vertraut und menschlich und man mag daraus den Schluss ziehen, dass vieles von dem, was uns auf dieser Welt falsch und ungerecht erscheint, aus reiner Dummheit bzw. Denkfaulheit und nicht aus bösem Willem geschieht. Das Buch zeigt aber auch, dass Intelligenz ohne Klugheit sich rasch in elaborierten Aberglauben verwandeln kann...die Dialektik der Aufklärung lässt grüßen.
Kommunikation und Abstraktionsniveau

Es gibt für zwei Menschen typischerweise nur  EIN optimales, GEMEINSAMES Abstraktionsniveau, wenn sie sich ernsthaft austauschen wollen und Erkenntnis suchen. Dieses Niveau hängt ab von ihren Neigungen und Fähigkeiten.

Wenn sie das nicht berücksichtigen, entsteht, wenn das Wohlwollen bleibt, nur Verwirrung und Unzufriedenheit oder bei fehlendem Wohlwollen nur dämliches Zeitgeist-Meinungs-Gequatsche und emotional-ideologischer Schlagabtausch.

In einem persönlichen Gespräch finden zwei Menschen oft unbewusst durch die Kombination von Mimik, Gesten und Sprache dieses optimale Niveau, vorausgesetzt sie akzeptieren sich gegenseitig emotional.

Die Schriftsprache  hier verleitet dazu, auf ein Abstraktionsniveau zu rutschen, das diesem Optimum NICHT entspricht.

Ein Bezug auf ein Beispiel ist immer hilfreich. Ein wirklich guter Theoretiker kann seine abstrakten Einsichten mühelos darauf beziehen, auch wenn es seinen Neigungen nicht entspricht.

Die Verantwortung für den Bezug auf ein Beispiel trägt allerdings Derjenige mit, der die Neigung und/oder Fähigkeit zu höheren Abstraktionsebenen nicht hat.

Für mich unerträglich sind Menschen (Mittelmaß-Intellektuelle), deren Vorliebe für abstrakte Diskussionen nicht mit ihren Fähigkeiten diesbezüglich korrespondiert.

Da sind mir bodenständige Menschen mit einem gesunden Menschenverstand sehr viel näher.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Foucault und die Ideologie des rationalen, gesellschaftlichen Diskurses



Michel Foucault demaskiert die Ideologie des rationalen Diskurses.
Er beschreibt in seiner Diskursanalytik der Macht den  fundamentalen Gewaltcharakter der Interpretationen von Worten und Zeichen. Es kommt darauf auf, wer spricht, nicht wovon er spricht.

Er betont, „dass die Gesellschaft nicht von Diskursen strukturiert werde, sondern von Machtrelationen, die nicht nach dem >großen Modell der Sprache und der Zeichen< zu denken sind, sondern nach der Logik > des Krieges und der Schlacht<.“

„Welche Regeln steuern dieses  Theater, dieses Spiel? >Die Regel<, schreibt Foucault, >ist … die kalkulierte Lust am Gemetzel und die Hoffnung auf Blut<. Alle Regeln haben ihre Wurzel in diesem Krieg, nicht um ihn zu überwinden, sondern als Teil des universellen Kampfes zwischen Herrschern und Beherrschten.“
(Sarasin 2005: 119)

Die herrschende, emotional komfortable Ideologie und der Zeitgeist bestimmen typischerweise  den Diskurs.

Der Verweis auf sog.  Fakten und rationale Interpretationen, die Forderung  nach Verständlichkeit im ist bereits Teil der emotional-ideologischen, oft  unbewussten Manipulation.

Foucault:
„Das große Spiel der Geschichte dreht sich um die Frage, wer sich der Regeln bemächtigt, wer an die Stelle derer tritt, die sie für sich nutzen; wer sie am Ende pervertiert, in ihr Gegenteil verkehrt und gegen jene wendet, die sie einst durchsetzten …“ (Sarasin 2005: 119)
Erdogans osmanisch-türkischer PARALLELSTAAT in Deutschland!

Mein Kommentar zu einem Artikel von Prof. Dr. Clemens Albrecht (Parallelstaat), nachzulesen unter www.soziologie.de/blog.

Respekt, Herr Prof. Albrecht. Das ist ein überzeugendes Beispiel für die mögliche Soziologie und eine wunderbare Demonstration der Relativierung relativistischen Puddings.

Aus dem schildbürgerhaften Versuch, den Pudding an die Wand zu nageln, wird unversehens ein eindeutiger Akt mit einem Baseballschläger, der eine Persönlichkeitsstruktur in eine „Matschbirne“ verwandelt und konstruktivistische Perspektiven auf das Ergebnis hin drastisch reduziert.

Wenn die Soziologie diese Eindeutigkeit zielgerichtet immer zu erreichen versuchte, stünde die nächste Blütezeit bevor.

Die Anschlussmöglichkeit an den von mir angedachten „methodologischen Strukturalismus“ und die „Soziologie des Unbewussten“ ist offensichtlich. In Verbindung mit den kulturell-religiösen Strukturen des osmanisch türkischen Hintergrundes lässt sich die Prägung der VerhaltensVERTEILUNG türkisch-stämmiger Jugendlicher und ihr Konflikt mit der kuturell-religiösen Struktur Deutschlands plausibler SOZIOLOGISCH begreifen als mit der psychologisierenden, dominierenden Soziologie.

Andererseits deutet Ihr Begriff des „reziproken Austauschs“ auf eine ideologieverdächtige Abstraktionslage hin, die das Wesen sozialer Beziehungen und Strukturen begrifflich verschleiert. Die Folter kann man natürlich auch als den reziproken Austausch zwischen einem sadistisch veranlagten Folterer und der Beglückung eines masochistischen Gefolterten begreifen. Aber ob damit das Wesen dieser Beziehung erfasst wird, ist doch fraglich.

Verdammt noch mal! Ich kann es mir einfach nicht abgewöhnen, Wesentliches und Unwesentliches zu unterscheiden, wahrscheinlich eine Frage meines fortgeschrittenen Alters. Ich hoffe, Sie sehen mir das nach.
Schon Max Weber war da ein Stück weiter:
§16.
M a c h t
bedeutet jede Chance,
innerhalb einer sozialen Beziehung den
eigenen Willen auch gegen Widerstreben
durchzusetzen, gleichviel worauf diese
Chance beruht. ”
Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft,
Tübingen 1972, 5. Aufl. (1. Auflage 1921)

Schon auf der Ebene basaler Sozialität (Beziehungssstruktur) spielt Macht die entscheidende Rolle.

In dem Moment, wo zwei Menschen sich das erste Mal ansehen, passiert eine Verselbständigung der Beziehung, die Macht auf das TYPISCHE Verhalten innerhalb der Beziehung ausübt, inkl. eines Machtgefälles zwischen den beteiligten Personen im Normalfall, das sich nur im unwahrscheinlichen Ausnahmefall zu einem reziproken Austausch hin entwickelt, an dem beide Personen in gleichem Maße interessiert sind.

Ich gebe zu, diese Struktur kann man nicht anmalen. Deswegen existiert sie für einen Materialisten selbstverständlich nicht.

Die Wirkungen auf die VERTEILUNG des Verhaltens sind allerdings eindeutig.
Wie unzureichend eine Psychologisierung dieser Strukturen ist, zeigt die Tatsache, dass Morde zu 90% Beziehungstaten sind. Sie entstehen , weil die unbewusste Determination des Verhaltens die Menschen innerhalb der Beziehung hilflos macht und sie Entlastung oft nur durch katastrophale, meist UNGEWOLLTE Aktionen mit dramatischen Nebenwirkungen erreichen können.
Jeder, der Beziehungserfahrung hat, wird, wenn er über eine entsprechende Selbstwahrnehmung verfügt, die unbewusste Determination dieses TYPISCHEN Verhaltens innerhalb einer Beziehung, auch in weniger dramatischen Fällen bestätigen.

Auf gesellschaftlich-struktureller Ebene demaskiert Michel Foucault die Ideologie des rationalen Diskurses (reziproker Austausch).

Er beschreibt in seiner Diskursanalytik der Macht den fundamentalen Gewaltcharakter der Interpretationen von Worten und Zeichen. Es kommt darauf an, wer spricht, nicht wovon er spricht.


Er betont, „dass die Gesellschaft nicht von Diskursen strukturiert werde, sondern von Machtrelationen, die nicht nach dem >großen Modell der Sprache und der Zeichen< zu denken sind, sondern nach der Logik > des Krieges und der Schlacht<.“
„Welche Regeln steuern dieses Theater, dieses Spiel? >Die Regel<, schreibt Foucault, >ist … die kalkulierte Lust am Gemetzel und die Hoffnung auf Blut<. Alle Regeln haben ihre Wurzel in diesem Krieg, nicht um ihn zu überwinden, sondern als Teil des universellen Kampfes zwischen Herrschern und Beherrschten.“
(Sarasin 2005: 119)

Auf der universitären Ebene ist z.B. das „Gefällt mir, Herr Professor“ natürlich auch als „gemeinter Sinn“ interpretativ interpretierbar. Aber soziologisch realistischer ist die struktursoziologische Hypothese, dass das Machtgefälle eine Struktur schafft, die dieses Verhalten wahrscheinlicher macht, empirisch leicht überprüfbar (bei entsprechender phänomenologischer Reduktion ideologischer Scheuklappen).

Vom Missbrauch junger Menschen innerhalb dieser und ähnlicher Strukturen ganz zu schweigen. Sie zu erklären durch psychopathologische Verfehlungen einzelner Strukturprofiteure, kann man psychologisch selbstverständlich versuchen. Soziologisch interessant (natürlich nur im Rahmen der möglichen Struktur-Soziologie) ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Verhaltens und damit entsprechender Verteilungen inkl. der Varianz im Vergleich unterschiedlicher Strukturen. Macht natürlich nur Sinn, wenn man von der Annahme ausgeht, es gibt objektive Strukturen, relativ unabhängig von der subjektiven und intersubjektiven Wahrnehmung.

Für Sie, Herr Professor Albrecht, offensichtlich kein Weg zur sozialen Realität.

Wissenschaftlich erklären kann man natürlich nur das, was man erkennt:
„Erkennen beruht auf dem simul hoc der Gestaltwahrnehmung und ist großteils vorbewußt angelegt, das Erklären auf dem propter hoc, das großteils als bewußte Konstruktion der Erfahrung hinzuzufügen ist. Erkennt man diesen Unterschied nicht, kann es geschehen, daß das noch nicht Erklärbare aus der Welt des Erkennbaren verloren wird.“
(Riedl 2000: 341)

Womit wir wieder bei meiner „Soziologie des Unbewussten“ wären!

Mittwoch, 25. Juni 2014


Die Mediengesellschaft (Propaganda/Werbung) gewinnt IMMER!
oder
Die Illusion der Lottospieler!
 
Die demokratische Medien- und Massengesellschaft funktioniert, soziologisch-strukturell betrachtet, wie eine Lottogesellschaft oder ein Casino.

Wer die Regeln/Strukturen bestimmt und die Veranstaltung organisiert ist IMMER der Gewinner, wenn die Regeln intelligent sind und er sie einhält.

Der Lottospieler hofft auf den Millionengewinn. Die Lottogesellschaft bestimmt die VERTEILUNG der Einnahmen, hat IMMER gewaltige Überschüsse und gewinnt IMMER. Die Existenz der Lottogesellschaft ist in keinem Moment gefährdet, solange der Verteiler richtig rechnet. Und das Perfide und geniale an der Konstruktion! Es gewinnt tatsächlich jede Woche ein oder mehrere Spieler gewaltige Summen. Der Effekt!? Die Illusion der Spieler wird noch größer und die Einnahmen der Lottogesellschaft steigen. Die praktisch zu vernachlässigenden Gewinnchancen der Spieler bleiben gleich.

Wie sieht es im Casino aus?

Der Roulett-Spieler setzt auf den kurzfristig möglichen Gewinn. Langfristig verliert er immer entsprechend der mathematischen Wahrscheinlichkeitsgesetze. Beim Casino ist es umgekehrt. Es kann kurzfristig verlieren, langfristig gewinnt es immer. Voraussetzung ist in diesem Fall, dass die Spielregeln (Maximum des Einsatzes) in einem mathematisch korrekten Verhältnis zum verfügbaren Risikokapital stehen. Und auch hier gilt. Jeder spektakuläre Millionengewinner ist ein Glücksfall für das Casino und wird publikumswirksam gefeiert. Warum? Er vergrößert die Illusion des systematisch möglichen Gewinns. Der Umsatz steigt und damit zwangsläufig der Gewinn des Casinos.

Wie funktioniert die demokratische Medien- und Massengesellschaft?

Nach dem gleichen Prinzip. Die Regeln der Propaganda (Politik) und der Werbung (Wirtschaft) bestimmen die Verteilung des Verhaltens und des Denkens der Masse/Mehrheit.
Die Illusion besteht darin, dass jeder glaubt, er kann auf die Spielregeln strukturell Einfluss nehmen. Wieder das gleiche Prinzip. Jeder kann ein Buch schreiben, im Internet laut „Es reicht“ schreien, wählen, Demonstrationen organisieren, bei Demonstrationen mitlaufen, Petitionen einreichen, unterschreiben usw.. Die Illusion!? Das ändere etwas an den Spielregeln/Strukturen, die das Ganze manipulieren.

In der Werbung sieht das so aus. „Ich rauche keine Marlboro. Siehste, gegen Werbung kann sich JEDER wehren.“ Sicher eine wahrhaft dümmliche „Argumentation“, aber gesellschaftlich funktioniert sie hervorragend und stabilisiert und steigert die Profite der Großunternehmen. Besonders weil sie von intellektuell überforderten Mittelmaß-Intellektuellen noch leidenschaftlich unterstützt wird.

Im konsensdemokratischen System gilt das Gleiche.

Jede Aktion, die von der Illusion ausgeht, von unten, psychologisch –individuell, können durch Nachahmung und gute Impulse die Spielregeln/Strukturen verändert werden, STABILISIERT das System. Perfide und genial zugleich.

Die gutgemeinten Petitionen, Demonstrationen, Internet-Aktivitäten und Aufrufe zum Widerstand bewirken genau das GEGENTEIL!
Sie beweisen, wie frei dieses System ist und wenn es sich nicht ändert, hat man zu Wenige ÜBERZEUGT und/oder zu schlecht ARGUMENTIERT.

Die Freiheit der individuellen Aktion/Reaktion ZEMENTIERT die Manipulation der Masse/Mehrheit, um die es in der menschenverachtenden Ausbeutung durch Propaganda und Werbung geht.

Aussichtslos für immer und ewig?
Selbstverständlich nicht.

Wenn eine Elite begreift, dass NUR Macht und massenpsychologische Manipulation in einer MEDIAL determinierten, gesellschaftlichen Realität in der Lage sind, die Spielregeln/Strukturen zu ändern und diese Einsicht konsequent umsetzt, ist fast alles möglich. Auch die Verfassung kann mit 2/3 Mehrheit verändert werden.

Solange allerdings das liberalistische Märchen vom mündigen, rationalen selbst bestimmten Massen- und Mehrheitsmenschen und die Mähr des Argumentations-, Aufklärungs- und Bildungsunsinns als GESELLSCHAFTLICHES Veränderungsinstrumentarium das System stabilisiert, geht’s bis zum Zusammenbruch lustig weiter.

Der Zusammenbruch findet statt, wenn die Spielregeln des Systems es nicht mehr schaffen, die Masse/Mehrheit mit „Brot UND Spielen“ zu versorgen. Spiel hat sie perfektioniert. Mit dem Brot scheint die westliche Demokratie und der imperialistische Kapitalismus Probleme zu bekommen. Die Dekadenz lauert überall da, wo man sich zu sicher ist und die eigenen Spielregeln selbst verletzt.

Dienstag, 24. Juni 2014

Ist unsere Vorstellung von Rationalität eine Illusion?
YouTube-
Bewegte Bilder, besonders beliebt beim Unbewussten!


Die Macht des Unbewussten (1/2)

Tonformat: Beschreibung: Audioformat-IconStereo

Kurzinhaltstext


Über 90 Prozent von allem, was wir täglich machen, erledigt unser Gehirn quasi ohne uns. Unbewusst, oft ohne es überhaupt zu merken. Die zweiteilige Dokumentation "Die Macht des Unbewussten" wirft einen Blick auf diesen "inneren Autopiloten?, am Beispiel von Martha und Jake: zwei Menschen, die sich zufällig über den Weg laufen. Und die - wie wir alle - von unbewussten Mustern im Kopf gesteuert werden, angefangen beim Zähneputzen am Morgen, bei der Auswahl der Anziehsachen, der Art, Auto zu fahren bis hin zu möglicherweise der wichtigsten Entscheidung unseres Lebens: der Frage, in wen wir uns verlieben.

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=bnjhTnG9GSc

 
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=BBa0afGwDtU