Soziologie-ein fliegender Holländer? https://soziologiedesunbewussten.blogspot.be/2015/12/blog-post

Soziologie- ein fliegender Holländer?

Mein Artikel aus "soziologie heute", Oktober 2015, s. Blog-Artikel vom 2.12.2015

Dienstag, 30. September 2014

Der freie Wille der Roulette-Kugel

FREIHEIT UND SCHICKSAL

oder

Zufall und Notwendigkeit

Das Schicksal jedes Menschen ist STRUKTURELL und im Sinne der grundlegenden Lebenslinie vorbestimmt!

Jeder, der versucht, das Gegenteil zu beweisen, und sich in einer Los-Trommel ein Schicksal wählt, wird sich viele Beulen holen und im Normalfall letztendlich scheitern, beim Versuch es zu realisieren.

Andererseits können wir das Schicksal nicht mit unserem Verstand allein ERKENNEN, dazu ist die Komplexität der Einflussfaktoren zu groß und die Fähigkeit zur Selbsterkennung zu schwach.

Intuitiv können wir, eine weitgehende, realistische Selbstwahrnehmung vorausgesetzt, unser Schicksal erahnen. Auf jeden Fall können wir es erfahren durch die notwendig riskante Auslotung unserer strukturellen Grenzen.

Genau an dieser Stelle ist die ILLUSION unserer Freiheit ein NOTWENDIGER Bestandteil unseres Schicksals, weil wir es eben nur ERFAHREN können durch HANDELN, aber nicht erkennen können.

Ohne diese Illusion wäre ein passiver, permanenter Fatalismus unser Schicksal, der jede Lebendigkeit vernichtet.

Für schlichte Gemüter sicher ein Widerspruch.

Wie kann und konnte ich mit dieser Erkenntnis leben?

Sehr gut habe ich damit gelebt und lebe immer noch sehr gut damit!

Wie ein Wissenschaftler Experimente macht, um objektive Zusammenhänge zu entdecken, habe ich in meinem Leben Experimente (zum Teil höchst riskante, die in Beinahe-Katastrophen endeten/Schicksal) gemacht, um mein Schicksal und meine Grenzen zu erfahren.

Immer in dem Bewusstsein und auch wahrscheinlich unbewusst, dass ich ein Schicksal habe und ein sinnvolles Leben darin besteht, es herauszufinden.
Es ist ähnlich wie beim Zufall, z.B. bei Schwarz/Rot als „Wahl“ der Roulette-Kugel.

Das Ergebnis jedes Wurfs ist unabhängig von dem vorherigen und nicht berechenbar!

Langfristig gilt allerdings das eherne Gesetz des relativen Ausgleichs , d.h. die prozentuale Differenz zwischen Schwarz und Rot wird immer kleiner.
Wie macht die Kugel das nur, dass sie dieses Gesetz unweigerlich einhält, aber von einem Wurf zum nächsten mit 50% Wahrscheinlichkeit, also dem Zufall, operiert??

Wenn, physikalisch gesehen, alle Einflussfaktoren, die den Lauf bestimmen, erkenn- und quantifizierbar wären, könnte man das Ergebnis jedes Laufs selbstverständlich berechnen.

Die Komplexität ist allerdings mit den heutigen Mitteln nicht erfassbar, und deshalb gibt es immer noch profitable Casinos.

Die Notwendigkeit und das Schicksal der Kugelwürfe sind aber langfristig festgelegt und kommen an der prozentualen Annäherung 50/50 (Gesetz des RELATIVEN Ausgleichs) nicht vorbei, egal wie sehr sich der Croupier und/oder die Kugel anstrengen!

Freitag, 26. September 2014

Autorität und Freiheit


Die andere Seite der Freiheit!

Durch die Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus hat insbesondere in Deutschland der Autoritätsbegriff und damit das reale Verhältnis zu Autorität arg gelitten.

Autorität wurde immer mehr auf die FORMALE Autorität reduziert in Anlehnung an den formalistischen Freiheitsbegriff der liberalistischen IDEOLOGIE.

Freiheit wird vor diesem Hintergrund NEGATIV definiert. Jeder soll machen können, was er will, solange das formal korrekt ist.

Dass der Wille keine freischwebende Ressource ist, sondern durch strukturelle PSYCHISCHE Gewalt (Werbung/Propaganda) in der Masse/Mehrheit mit Hilfe der Manipulation des Unbewussten GEFORMT wird, spielt emotional-ideologisch für Liberalisten theoretisch und praktisch-politisch keine Rolle. Nur physische Gewalt ist für Liberalisten tabu.

PERSÖNLLICHE, authentische Autorität ist im Rahmen der GleichheitsIDEOLOGIE, die gleichen Ursprungs ist, suspekt.
Jeder hat aus der Sicht des Zeit-un-geistes absurderweise einen gleichwertigen Zugang zu komplexen Aspekten der Realität. Differenzen in der Veranlagung und in der Biographie sind vernachlässigbar. Die Differenz von Meinung und Erkenntnis verschwindet.

Wozu hat diese Ideologie zusammen mit dem politischen System, das darauf aufbaut, geführt?

Zu einem verantwortungslosen Umgang mit der gesellschaftlichen Realität und ihren STRUKTUREN verbunden mit einer zunehmenden Sehnsucht nach verantwortlichen Autoritäten und basisdemokratischen Entscheidungen, die hier Abhilfe schaffen sollen, nicht nur am Stammtisch.

Ist das verwunderlich?

Haben wir uns nicht alle nach einem Vater gesehnt, der NICHT, weil er formal der Vater war, sondern, weil er eine authentische Persönlichkeit war, uns den Raum hätte geben können, unsere persönlichen Talente in einem uns gemäßen Tempo zu entdecken und zu entwickeln. Die authentische Autorität und das Vorbild eines solchen Vaters wären die günstigsten Voraussetzungen für Freiheit gewesen, nicht der liberalistische Kampf ums Überleben VON ANFANG AN.

Junge Menschen, die von Anfang an um ihre Freiheit kämpfen müssen, werden zwar stark, wenn sie entsprechend veranlagt sind, aber ihr Zugang zur eigenen KREATIVITÄT wird oft durch den zwanghaften, sich verselbständigenden Kampf ums Überleben blockiert.

Kaum jemand hat einen solchen Vater erlebt! Weil die meisten Väter mit ihren eigenen psychosozialen Problemen überlastet und eben KEINE authentischen Persönlichkeiten waren.

Ist es nicht für eine Gesellschaft noch wichtiger, die überzeugendste authentische Persönlichkeit für 80.000.000 Menschen an der SPITZE zu haben, die den Raum, die STRUKTUREN (z.B. für eine radikale Dezentralisierung) für eine Gesellschaft gestaltet, z.B. in einem STARKEN MINIMALstaat.

Für die Masse/Mehrheit der schwächeren Menschen sind diese STRUKTUREN entscheidend, z.B. als Orientierungshilfe oder Schutz vor Manipulation, weil DIE das TYPISCHE Fühlen/Denken/Verhalten prägen.

Der basisdemokratische Prozess im Sinne von Surowieckis „Weisheit der Vielen“ bietet eine wunderbare Möglichkeit, verantwortungsvolle Autorität mit basisdemokratischer Kontrolle zu verbinden.

Die unrealistischen, Menschen verachtenden liberalistischen IDEOLOGEN werten solche Vorstellungen als „Paternalismus“ ab, genauso wie sie von „Urnenpöbel“ und „Stimmvieh“ faseln.

Ihre dumme Arroganz verhöhnt die normalen Menschen, die nicht die gleiche Stärke wie sie haben, sich gegen die STRUKTURELLE PSYCHISCHE Gewalt zur Wehr zu setzen.

Sie wundern sich dann aufgrund ihrer intellektuellen Beschränktheit, wenn sich das Volk mit Hilfe von Faschisten wieder sein Recht verschafft.

Man muss schon ungeheure emotional-ideologische Scheuklappen entwickelt haben, wenn man die geistige und moralische Verwahrlosung in Deutschland und ihre Ursachen (die STRUKTURELL verursachte medial-wissenschaftliche VERblödung der durchschnittlichen intellektuellen Meinungsmacher) nicht wahrnimmt.

Autorität und Freiheit in einem umfassenden Sinne gehören zusammen wie Kontakt und Rückzug im psychosozialen Bereich.

Jede Vereinseitigung führt zu psychischer Krankheit bei der Mehrzahl der Menschen und zur gesellschaftlichen Deformationen mit Dekadenz im Anfangsstadium und Revolution oder Implosion im Endstadium.

Sonntag, 21. September 2014

Orwell und "Das Geheimnis der Smartphone-Affen"

DIE VISION

Deshalb zementiert die liberalistische und sozialistische IDEOLOGIE der Aufklärung und der Massenbildung die bestehenden Machtstrukturen und ist selbst Teil der Massen -und Intellektuellen-VERblödung, die durch die Massenmedien und das politische System STRUKTURELL verursacht werden.

Das Bild gefällt mir.

Wäre auch ein schönes Cover (statt Fernseher Smartphones) für mein Büchlein "Die Soziologie des Unbewussten. Das Geheimnis der Smartphone-Affen."


Soziologie
als sozialrealistische Wissenschaft ist KEINE moralische Bewertung!


Das soziale, symbolisch gesteuerte Tier "Mensch" ist der lernfähigste Affe.

Es lernt unwillkürlich von bewegten Bildern durch seinen archetypisch verankerten Nachahmungsmechanismus.

Wer Respekt vor statistisch-normalen Menschen (Masse/Mehrheit) hat, berücksichtigt diese evolutionsbiologisch naheliegende Tatsache.

Wer sie verachtet, benutzt dieses soziale Naturgesetz, um sie gnadenlos zu manipulieren und auszubeuten. 




Mittwoch, 17. September 2014

Marx und die "Soziologie des Unbewussten"




Marx war ein dilettantischer Ökonom, wie die ökonomische Entwicklung der implodierten kommunistischen Staaten und der Aufstieg Chinas zur Weltmacht zeigen.

Als Soziologe war er ein Genie, das neben Durkheim und Pareto zu den Begründern einer möglichen WISSENSCHAFTLICHEN Struktur-Soziologie zählt.

Sein Satz „Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein!“ ist auch die Basis für die „Soziologie des Unbewussten“ und für den „methodologischen Strukturalismus“.

Allerdings bilden die Produktionsverhältnisse nur den materialistischen Rahmen, der zur Erklärung des gesellschaftlichen Bewusstseins zwar notwendig (sie bilden den Rahmen, der nur revolutionär gesprengt werden kann), aber nicht hinreichend ist. Die Produktionsverhältnisse haben historisch zu einer emergenten, idealistischen Ebene des „gesellschaftlichen Seins“ geführt, die Ebene der Massenmedien.
Der imperialistische Kapitalismus wird mit ihrer Hilfe zur selbstverständlichen IDEOLOGIE und die Entwicklung zur systemimmanenten, unvermeidbaren kommunistischen Endstufe (historischer Materialismus), wie von Marx prognostiziert, erscheint unmöglich.

Propaganda und Werbung, die mittlerweile industriell produzierten „geistigen Mächte“ übernehmen die Federführung im politisch-ökonomischen Drama der Bastard-Ökonomie und zementieren die Produktionsverhältnisse.

„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende MATERIELLE macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre GEISTIGE Macht. Die Klasse, die die Mittel zur materiellen Produktion zu ihrer Verfügung hat, disponiert damit zugleich über die Mittel zur geistigen Produktion, so daß ihr damit zugleich im Durchschnitt der Gedanken derer, denen die Mittel zur geistigen Produktion abgehen, unterworfen sind. Die herrschenden Gedanken sind weiter Nichts als der ideelle Ausdruck der herrschenden materiellen Verhältnisse, die als Gedanken gefaßten herrschenden materiellen Verhältnisse; ...“

(Karl Marx, Friedrich Engels, Die deutsche Ideologie, Altenmünster 2012 (1845/1855) Kindle Pos. 690)

Eine bessere Basis für eine systematische, WISSENSCHAFTLICHE Soziologie gibt es nicht!!

Freitag, 12. September 2014

DIE VISION einer freieren Gesellschaft!

Wie kann eine menschengerechtere, freiere Gesellschaft jenseits der "demokratischen Herrschaft der Dummen" (Plato) aussehen?

DIE VISION einer verfassungsmäßig gestalteten, basisdemokratisch legitimierten Leistungsaristokratie!

Eine Real-Phantasie mit offenem Ausgang.

Die Ausgangssituation in unserer Gesellschaft habe ich in meinem Beitrag „Die Produktion der Medien-Gesellschaft“ beschrieben.

Ziel ist die Verwirklichung einer menschengerechteren, freieren Gesellschaft, deren Modell ich „DIE VISION“ nenne, jenseits überholter Rechts-Links-Ideologien auf der Basis der Anwendung einer sozialrealistischen Soziologie, wie ich sie in der "Soziologie des Unbewussten" andeute.

Eine hierarchische, verfassungsmäßig kontrollierte STRUKTUR jenseits der GleichheitsIDEOLOGIE garantiert die optimalen Bedingungen für die individuelle Entfaltung der verschiedenartigsten, menschlichen Potenziale zum Wohle der Gesamtgesellschaft.

Die Hierarchie verbindet die Autorität eines verantwortlichen und haftenden, basisdemokratisch gewählten „Entscheiders", dessen möglicher Größenwahn verfassungsgemäß dissensdemokratisch
(55 %ige Ablehnung von geplanten Strukturentscheidungen) verhindert wird.

Insbesondere soll einfachen, ehrlichen, tüchtigen Menschen UND kreativen Unternehmern wieder die Chance gegeben werden, in überschaubaren, vereinfachten STRUKTUREN arbeitend, selbstbestimmt zu leben.

Warum soll Deutschland mit seinen Traditionen und seiner Kultur nicht ein äußerst interessantes Einwanderungsland werden, in dem jeder Mensch, egal welcher Herkunft, seine Fähigkeiten voll entfalten kann??

Das Paradies für Sozialhilfe-Konsumenten wird abgeschafft.

Ein minimales ÜberlebensBGE für deutsche, nicht vorbestrafte Staatsbürger und die Reduktion aller Steuern auf eine sozial gestaffelte Konsumsteuer schafft einen echten ArbeitsMARKT und eine bisher unvorstellbare Freiheit für aktive, kreative Menschen, die einzige RATIONALE, offensive Antwort auf die Globalisierung.

Zur Erlangung der Macht im bestehenden System, ohne die diese fundamentalen Veränderungen nicht erreichbar sind, ist der konsequente Einsatz massenpsychologischer Mittel, eine scheinbare Paradoxie, unabdingbar.

Ziel ist eine entgegen der Komplexitätsideologie des Zeit-un-geistes mögliche radikale Dezentralisierung der relevanten Strukturen.

Ein STARKER Minimalstaat, der sich im Gegensatz zur bestehenden korruptionslastigen Bastardökonomie auf die POLITISCHE Gestaltung der STRUKTUREN, konzentriert, verbindet persönliche Autorität inkl. Haftung mit basisdemokratischen Kontroll- und Gestaltungsprozessen. Nach dem Prinzip „Die Weisheit von Vielen“ von Surowiecki.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen werden POLITISCH konsequent formuliert und realisiert. Dazu gehört z.B. auch das Verbot von nicht-lokaler Werbung. Lokale Werbung in Verbindung mit dem konkreten Produkt ist erlaubt. Öffentliche Zinsgeschäfte, insbesondere von Banken, sind verboten.

Bürokratisch organisierte Systeme (Bildung/Gesundheit usw.) werden in allen Bereichen nach Möglichkeit ersetzt durch klare Zielvorgaben des Staates, verbunden mit individueller finanzieller Förderung von sozial und/oder ökonomisch schwachen, benachteiligten und förderungswürdigen Menschen (Ausbildung/Bildung).

Die Verwirklichung dieser Ziele, das „Wie“, wird dem Wettbewerb des Marktes VON UNTEN überlassen, die Ergebnisse konsequent überprüft.

Montag, 8. September 2014

Neoliberalismus und Machterhalt

Philosophie und Psychologie sind kein Ersatz für eine wissenschaftliche Soziologie!

http://www.sueddeutsche.de/politik/neoliberales-herrschaftssystem-warum-heute-keine-revolution-moeglich-ist-1.2110256

Ein Kommentar von mir auf Bitte von FB-Freund "Occupy Gabriel".

Der Beitrag von Byung-Chul Han nähert sich dem Thema "Herrschaft/Macht/Gewalt" einerseits rational und vernünftig: "Zur Einsetzung eines neuen Herrschaftssystems ist eine SETZENDE Macht notwendig, die oft mit Gewalt einhergeht. Aber diese setzende Macht ist nicht identisch mit der das System nach innen hin STABILISIERENDEN Macht."

Eine zu Recht eindeutige Absage an "WIR"-Illusionen, die von innen her durch Gesinnungsaufbau das System strukturell glauben verändern zu können.

Dann bleibt er aber im philosophisch-psychologischen Nebel stecken, der es ihm nicht erlaubt, die SOZIOLOGISCH entscheidenden Abstraktionsebenen realitätsadäquat zu erfassen.

Zwei Beispiele. Er sagt, das neoliberale Herrschaftssystem sei "nicht mehr repressiv, sondern seduktiv, das heiß verführend" Die Machttechnik, mit der das erreicht wird, ist besonders effizient , so Han, weil "sie nicht durch Verbot und Verzug, sondern durch Gefallen und Erfüllen wirkt."

Korrekt beschrieben.

Hinter dieser hilflos und schwammig wirkenden Rhetorik (an dieser Stelle) lassen sich aber soziologisch eindeutige und identifizierbare Instrumente und Ursachen festmachen, die nicht einmal erwähnt werden.

Massenpsychologische, mediale Manipulation durch Werbung und ideologisch-liberalistische Propaganda.

Diese subtile STRUKTURELLE Gewalt führt zu dem richtig festgestellten Phänomen: "Es ist gerade diese gefühlte Freiheit, die Proteste unmöglich macht". Die liberalistisch-ideologische Psychologisierung und Individualisierung gesellschaftlicher STRUKTUREN führt zu der richtig beschriebenen Tatsache: "Wer heute scheitert, beschuldigt sich selbst und schämt sich. Man problematisiert sich selbst statt die GESELLSCHAFT".

Die freie Selbstausbeutung führt nicht zur paradoxen Situation, wie Han meint, sondern zur SCHEINBAR paradoxen Situation, die "die amerikanische Konzeptkünstlerin jenny Holzer mit ihrem 'truism' zum Ausdruck(bringt):'Protect me from what I want'" Besser kann man wohl die Produktion von Konsumenten und ihre nicht gewünschten Wünsche durch die Perversion der Wirkung von Werbung künstlerisch nicht darstellen.

Die Freiheit der Menschen wird ausgebeutet, wie Han richtig formuliert. Ein genialer Wandel der Ausbeutung für die Ausbeuter hat stattgefunden. "Man wendet Gewalt gegen sich selbst an, statt die Gesellschaft verändern zu wollen."

"Die Totalkommerzialisierung des Lebens", Kapitalismus pur, das Traumziel der Neoliberalisten, ist erreicht. Die Revolution von innen findet nicht mehr statt.

Soziologisch gesehen wird die Revolution von außen mit Hilfe einer SETZENDEN Macht dagegen immer wahrscheinlicher, zumal die liberalistischen Kräfte und der Erfolg an den Weltmärkten durch die hemmende Dekadenz der Konsens-Demokratie und ihre fundamentalen Probleme signifikant geschwächt werden.

Symptome sind der zunehmende Faschismus in Europa, der islamistische Generalangriff auf dieses neoliberalistische Freiheitsverständnis und die Verschiebung weltweiter Machtkonzentrationen im Richtung China und Russland.

Auch Deutschland wird aufgrund seiner langfristigen Geschichte und seiner damit verbundenen Außenseiter -Rolle in Europa ein zentraler Teil dieser SETZENDEN Macht sein.

Die SETZENDE Macht muss, wenn sie Herrschaftsansprüche revolutionär zur Veränderung von STRUKTUREN durchsetzen will, eine Medienmacht sein, die die System stabilisierende Medienmacht verdrängt beziehungsweise ersetzt.

Eine sehr unwahrscheinliche, aber mögliche Entwicklung!

Dienstag, 2. September 2014

Das Unbewusste der Therapeuten!

Gerhard Schwartz:

Erst lebenslanges, intensives Arbeiten an der realistischen SELBSTwahrnehmung ermöglicht verantwortungsvolle Therapie, angefangen bei der Lehrtherapie und der Selbsterfahrung in Ausbildungsgruppen.

Dadurch nimmt die Fähigkeit zu, den Klienten, die therapeutische Beziehung und die objektive Realität, in der der Klient sich bewegt, zueinander in Beziehung zu setzen und für den Klienten in dessen Selbstwahrnehmung erforsch- und erlebbar zu machen.

Therapeuten mit komplexen, realistisch selbst wahrgenommenen und verarbeiteten eigenen Biographien haben selbstverständlich ein größeres Erlebnis-Potenzial, das sie in die therapeutische Beziehung einbringen können, als Menschen mit glatten, angepassten Lebensläufen (z.B. "gutes " Elternhaus, Abitur, Psychologie-oder Medizin-Studium, Kassenpraxis- Psychotherapie).

Ausnahmen bestätigen die Regel!
 
 
Psychologie Heute:
 
Warum wird jemand Psychotherapeut?
Dass Psychotherapeuten selbst durch eine belastete, oft auch traumatisierende Kindheit gegangen sind, um schließlich "verwundete Heiler" zu werden, wurde schon lange angenommen. "Mit Nachhaltigkeit und Präzision" begründet Gabriele Fürst-Pfeifer nun diese Annahme mit ihrem Buch "Biographie und (un)bewusste Berufswahlmotive von Psychotherapeuten" (Waxmann, € 37,90). Psychologie Heute-Rezensent Tilmann Moser empfiehlt das Buch allen, "die sich vom Beruf des Psychotherapeuten angezogen fühlen". Die ganze Rezension ist in der Septemberausgabe auf Seite 89 zu lesen.
http://psychologie-heute.kohlibri.de/product_info.php/info/p650467_Biographie-und--un-bewusste-Berufswahlmotive-von-Psychotherapeuten.html
Foto: Warum wird jemand Psychotherapeut?
Dass Psychotherapeuten selbst durch eine belastete, oft auch traumatisierende Kindheit gegangen sind, um schließlich "verwundete Heiler" zu werden, wurde schon lange angenommen. "Mit Nachhaltigkeit und Präzision" begründet Gabriele Fürst-Pfeifer nun diese Annahme mit ihrem Buch "Biographie und (un)bewusste Berufswahlmotive von Psychotherapeuten" (Waxmann, € 37,90). Psychologie Heute-Rezensent Tilmann Moser empfiehlt das Buch allen, "die sich vom Beruf des Psychotherapeuten angezogen fühlen". Die ganze Rezension ist in der Septemberausgabe auf Seite 89 zu lesen.
http://psychologie-heute.kohlibri.de/product_info.php/info/p650467_Biographie-und--un-bewusste-Berufswahlmotive-von-Psychotherapeuten.html