Soziologie-ein fliegender Holländer? https://soziologiedesunbewussten.blogspot.be/2015/12/blog-post

Soziologie- ein fliegender Holländer?

Mein Artikel aus "soziologie heute", Oktober 2015, s. Blog-Artikel vom 2.12.2015

Montag, 4. März 2019

Bourdieu und der Strukturrealismus!


STRUKTUREN, formal oder unbewusst, sind aus der Sicht meiner „Soziologie des Unbewussten“ REAL im Sinne des ontologischen Realismus.

Nachweisbar sind sie empirisch durch ihre WIRKUNGEN auf die VerhaltensVERTEILUNGEN auf der jeweils relevanten STRUKTURebene, von der PersönlichkeitsSTRUKTUR bis zur STRUKTUR der Weltgesellschaft (Luhmann).

Bourdieu, ein berühmter Soziologe, der sich in der Nachfolge Durkheims sieht, bleibt ebenso wie andere Soziologen in der Sackgasse des „methodologischen Individualismus“ oder auch Interaktionismus stecken, die nicht in der Lage sind, STRUKTUREN realistisch zu begreifen:

„Wenn man dem Studium der Relationen zwischen objektiven Beziehungen das Studium der Relationen zwischen den Individuen und jenen Beziehungen opfert oder die Frage zwischen diesen Beziehungstypen ignoriert, verfällt man in einen Strukturrealismus. Da ein solcher Realismus der Struktur an die Stelle eines Realismus des Elements tritt, hypostasiert er die objektiven Beziehungssysteme, als bildeten diese bereits außerhalb der Geschichte des Individuums sowie der Geschichte der Gruppe bestehende Totalitäten.“ (Bourdieu 1974: 39)

In seiner daraus entwickelten Differenz zwischen strukturierter und strukturaler Praxis und der berühmten Konzeption des „Habitus“ sind zwar Anklänge einer realistischen Vermittlung zwischen individuellem Verhalten/Handeln und ihrer Objektivierung zu vernehmen, aber sie bleiben in der üblichen horizontalen Dialektik ohne ontologische und logische Sicht auf die hierarchischen Aspekte nebulös hängen.

Lieber Pierre Bourdieu, selbstverständlich sind die STRUKTUREN als Totalitäten außerhalb der Geschichte des Individuums oft bereits vorhanden, leicht nachvollziehbar bei formalen Strukturen wie zum Beispiel bei Verfassungen, aber auch bei FamilienSTRUKTUREN vor der Geburt des neuen Babys.

Hier fängt Soziologie als WISSENSCHAFT erst an!

Dies gilt in einem anderen Sinn sogar z. B. für eine BeziehungsSTRUKTUR, die sich zwischen zwei Menschen entwickelt, sich verselbständigt und dann dem schlichten rationalen Zugriff der Beteiligten entzogen ist, wie meine „Soziologie des Unbewussten“ dies SOZIOLOGISCH konzipiert.

Der Unterschied in diesem Fall besteht darin, dass die Beteiligten durch die Interaktion eine unbewusste STRUKTUR selbst erschaffen, diese aber nichtsdestotrotz abhängig von der Zeit und Intensität der Beziehung im Laufe der Zeit als reale immaterielle, aber naturalistisch zu begreifende Tatsache das TYPISCHE Verhalten der Beteiligten zum Beispiel in Konfliktsituationen UNBEWUSST steuert.

Warum sonst werden die Menschen im NORMALfall immer hilfloser, wenn oft beide engagiert ihre zunehmenden Beziehungskonflikte mit rational-bewussten Mitteln zu lösen versuchen und immer wieder scheitern???

Ansonsten gehört Bourdieu zu den modernen Soziologen, die am ehesten THEORETISCH integrierbar sind mit der "Soziologie des Unbewussten". Er selbst spricht oft von unbewussten Prozessen.

Er geht METHODOLOGISCH den Weg zu einem "methodologischen Strukturalismus" aus IDEOLOGISCHEN Gründen nicht zu Ende. So kann er die SOZIOLOGISCH wesentliche Differenz zwischen Masse/Mehrheit und relativ emanzipierten Menschen, von REGEL und Ausnahme, nicht fassen.

Donnerstag, 28. Februar 2019

Richtiges Denken!

Wer richtig denkt und argumentiert, tut das bewusst/unbewusst auf der Basis zumindest impliziter Mathematik und RATIONALER Intuitionen (Kurt Gödel)!

Realitätsadäquate Abstraktionen in diesem Sinn sind die Voraussetzungen, um die Strukturen hinter der Vielfalt und dem Chaos an der Oberfläche zu erkennen. 
Sie basieren auf der konsequenten Weiterentwicklung des gesunden Menschenverstandes im Umgang mit höherer und auch nichtlinearer Komplexität.

„Knowing mathematics is like wearing a pair of X-ray specs that reveal hidden structures under the messy and chaotic surface oft he world.“ (Ellenberg 2015: 2)

Da die ererbte Fähigkeit zu Mathematik und Abstraktion in der Bevölkerung so normalverteilt ist wie die Länge der Füße, wird verständlich, warum die rationale Kommunikation auf einem bestimmten Komplexitätsniveau typischerweise oft misslingt und dann von emotional-ideologischen Exzessen dominiert wird.

In Zeiten des Gleichheitswahns hat diese Tatsache verheerende Konsequenzen, insbesondere für diejenigen, die die verborgenen Strukturen nicht erkennen können, aber von ihnen in ihrem Fühlen/Denken/Verhalten abhängen und gesteuert werden.

Wer über das genetische Potential verfügt, kann sein Denken mit Hilfe dieses Buchs weiterentwickeln.
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How Not to Be Wrong: The Hidden Maths of Everyday Life

Samstag, 23. Februar 2019

109.000.000.000 US$ Geldverschwendung!?

109.000.000.000 US$!

Und das für wirkungslose Werbung, liebe Pippi-Langstrumpf-Soziologen, lieber Konstruktivismus-Experte und führender Komplexitätsideologe Armin Nassehi!????

Unglaublich, wie dumm diese Leute sind, oder??????

Dagegen die schlauen soziologischen "Wissenschaftler", die Experten für soziale Prozesse:

"1) In seinem Buch „Soziologie der Werbung“ kommt Thomas Schnierer im Abschnitt „Die sozialen Auswirkungen der Werbung“ zu dem Schluss: „Es geht genauer gesagt um einen Wandel in der Betrachtung der Massenkommunikation, der dazu geführt hat, dass ganz allgemein die Einschätzung des Einflusses der Massenmedien, und damit zwangsläufig auch die Einschätzung der Auswirkungen der über Massenmedien laufenden Werbung eine deutliche Entdramatisierung erfahren hat.“ (Schnierer 1999: 241)

2) Der Kontingenztheoretiker und Fachmann für symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien Luhmann, der die Strukturperspektive in der Soziologie konstruktivistisch destrukturiert hat, stellt schlicht, alteuropäisch-kausal und komplexitätsideologisch (http://bds-soz.de/?p=1060) eindeutig und unrealistisch fest: „Die Werbung kann nicht bestimmen, was ihre Adressaten denken, fühlen, begehren.“ (Luhmann 1996: 92)"

Zitiert aus meinem Artikel in "soziologie heute": https://bds-soz.de/BDS/PDF/Soziologieheute/2018/5-2018/SOZIOLOGIEHEUTE_OKTOBERausgabe2018_Schwartz.pdf.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Armin Nassehi und die Spielverderber!

„Die Soziologie war immer dann stark, wenn sie vor allem dem eigenen Milieu einen Spiegel vorhalten konnte. Derzeit sieht es eher so aus, als seien wir zu zufrieden mit uns selbst.“

Klasse, Armin Nassehi, Selbstreferenz und realistische Selbstwahrnehmung bleiben nicht nur in meiner Arbeit als Gestalttherapeut, sondern auch in der Soziologie spannend!!

Danke für die Einladung zum Spiel verderben, die ich gerne annehme, Herr Prof. Nassehi, wie Sie sich vorstellen können!

Oder gilt sie nicht für das komplexitätsideologische Spiel Ihres vorwissenschaftlichen Äquivalenzfunktionalismus, der alteuropäische Kausalität als überholt disqualifiziert, aber selber immer wieder implizit und explizit darauf zurückgreifen muss, um nicht inkonsistent im Sumpf des sozialkonstruktivistischen Relativismus (http://bds-soz.de/wp-content/uploads/2016/06/SOZIOLOGIEHEUTE_FEBERausgabe2017_Schwartz.pdf) zu ersaufen??

Und die akademische Soziologie hat keine Wirkung!?

Was ist das für ein absurder Gedanke!

Sie ist die Hauptverantwortliche an der Spitze der konstruktivistisch-relativistischen Postmoderne für die katastrophale Epidemie der Verantwortungslosigkeit gegenüber der kausal-deterministischen Wirkung von sozialen und gesellschaftlichen Strukturen. 

Und Judith Butler mit dem „Geschlecht zwischen den Ohren“ (Prof. Paula Irene Villa)? Der absurde Genderismus hat keine Wirkung??

Jetzt verstehe ich langsam, was Sie unter operativem Konstruktivismus verstehen, Herr Professor, und warum Sie ihn nicht an einem einfachen Beispiel der sozialen Realität mit meinem spekulativen, kritischen Realismus vergleichen wollten (wer das nachvollziehen möchte, kann das in meinem Blog tun)!!

Inkonsistente Texte führen logisch zu willkürlichen Schlussfolgerungen.
Der rational-wissenschaftliche Umgang mit ihnen und ihren literarisch-wortgewaltigen Produzenten ist vergleichbar mit dem Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln!


Hier mein Gegenangebot, die Skizze einer sozialrealistischen -wissenschaftlichen Alternative, die soziale und gesellschaftliche Strukturen und ihre Wirkungen erforscht, im Anschluss an den Geist (nicht zu verwechseln mit den Buchstaben) Durkheims: https://soziologiedesunbewussten.blogspot.be/2015/12/blog-post.html.



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Früher war die Soziologie Leitwissenschaft, heute spielt sie in der Öffentlichkeit keine Rolle mehr. Der Soziologe Armin Nassehi fordert seine Kollegen auf, nicht immer nur das Lebensgefühl des eigenen Milieus zu bestätigen.

Dienstag, 12. Februar 2019

David Bohm und die implizite Ordnung

Der menschliche Geist!

Ein faszinierendes Buch über die prinzipiell grenzenlosen Möglichkeiten des menschlichen Geistes bei der spekulativ-realistischen Annäherung an die objektive, absolute Wahrheit, die er allerdings niemals wegen seiner Endlichkeit erreichen kann.

Auf diesem Weg sind immer intellektualistisch-absurde Verirrungen möglich, wie die relativistisch-konstruktivistische Postmoderne und die international erfolgreiche Ideologie des Genderismus als die Spitze des Eisbergs wieder einmal beweisen.

David Bohm war ein Außenseiter, der die Grenzen der Mainstream-Physik immer wieder überwunden hat.

Die De-Broglie-Bohm Theorie ist mittlerweile zur besten Annäherung an eine REALISTISCH-objektive Interpretation der sehr erfolgreich angewendeten Quantenmechanik geworden (s. Bricmont 2018).

Sein Konzept der "impliziten Ordnung" ist ein wunderbarer Baustein für die von mir angedeutete sozialrealistische Soziologie des Unbewussten. 
Das Unbewusste wird neurowissenschaftlich oft als das Implizite aus nachvollziehbaren Gründen bezeichnet, um es von der emotional-ideologischen Altlast und ihren festgefahrenen Vorurteilen wissenschaftlich zu befreien.

David Bohm betont die Einheit von Natur- und Geistes- und Sozialwissenschaften, an der kein Weg vorbei geht, wenn die Menschheit sich weiter entwickeln soll:

"Through ‚work and study,’ nonetheless, Bohm felt it possible to uncover level after level and in this way move closer to ‚absolute understanding.’ ‚Humanity as a whole (combined with other forms of intelligent life) hast he possibility of exploring knowledge without limit’ ‚Understanding the causal laws’ will allow human beings ‚to go beyond alll conceivable limitations. In this fashion a true understanding of causality and necessity would bring about human freedom. Failure to do so would result in our enslavement by eyternal nature and our own nature.“ (Peats 1997:140)
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Infinite Potential ciousness, friend to Oppenheimer, and enemy to the House Un-American Activities Committee, Infinite Potential explains 

Sonntag, 10. Februar 2019

Der Sozialrealismus der Macht!

Das soziale Naturgesetz der Macht!

Eine sozialrealistisch-wissenschaftliche Soziologie erforscht soziale Naturgesetze, um zu begreifen, warum die Gesellschaft so ist, wie sie.

Die aktuelle, sozialkonstruktivistische Pippi-Langstrumpf-Soziologie an den Hochschulen schreibt Texte, die wortgewaltig darstellen, wie eine Gesellschaft sein soll oder funktionalistisch sein könnte. 
Sie bleibt entweder funktionalistisch-komplexitätsideologisch in einem vorwissenschaftlichen Stadium stecken und/oder ist zur Ideologie geworden, wenn sie, natürlich gut gemeint, moralistisch degeneriert, bezogen auf mögliche und dringend notwendige Wissenschaft und Erkenntnis.

Sie ist ein Resultat der Geisteskrankheit des Konstruktivismus, der den Geist des Menschen seit 200 Jahren zunehmend infiziert:
Macht ist eine zentrale Kategorie einer sozialrealistischen Soziologie!
Macht und Kommunikation sind dabei untrennbare, fundamentale Achsen menschlicher Sozialität wie Raum und Zeit in der physikalischen Wirklichkeit der Erde (http://bds-soz.de/BDS/PDF/Soziologieheute/2017/4-2017/SOZIOLOGIEHEUTE_August2017_Schwartz.pdf).

Wie lauten plausible Axiome einer „Theorie der Macht“, von der eine historische und empirische Forschung angeleitet werden kann?

1.) Macht (in Form von Gewalt, Kapital und/oder Ideologien) und Hierarchie sind unabdingbare Fundamente jeder Gesellschaft.
2.) Je eindeutiger die Machtverhältnisse sind, umso stabiler und befriedeter ist die Gesellschaft.
3.) Wenn Macht dekadent wird und/oder Machtvakuen entstehen, greifen vormals Schwächere nach dieser Macht und kämpfen um die Dominanz.
4.) Machtgleichgewichte sind kurzfristige Phasen und werden, historisch und systematisch begründbar, durch neue, eindeutigere Machtverhältnisse abgelöst.


Wenn dieses soziale Naturgesetz WISSENSCHAFTLICH begriffen wird, kann seine konsequente Anwendung durch die Gestaltung entsprechender formaler und emotional-ideologischer Strukturen zu einer menschengerechteren und einer gewaltfreieren Gesellschaft führen, jenseits von Pippi-Langstrumpf-Phantastereien (http://bds-soz.de/wp-content/uploads/2016/06/SOZIOLOGIEHEUTE_FEBERausgabe2017_Schwartz.pdf).

Wer generell an dem realistisch-wissenschaftlichen Hintergrund dieser Thesen interessiert ist, wird in meiner Gruppe fündig: https://www.facebook.com/groups/248856202980438/