Soziologie-ein fliegender Holländer? https://soziologiedesunbewussten.blogspot.be/2015/12/blog-post

Soziologie- ein fliegender Holländer?

Mein Artikel aus "soziologie heute", Oktober 2015, s. Blog-Artikel vom 2.12.2015

Freitag, 14. Oktober 2016

Soziologie- eine Wissenschaft in der Pubertät!

Ein Neuanfang ist notwendig!

Das subjektive Selbstbewusstsein der etablierten Soziologen in der universitären Soziologie steht in einem eklatanten Widerspruch zur objektiven wissenschaftlichen Situation. Ihre wissenschaftliche Isolation wird trotz des großen, internen Klamauks verständlich.

Gerhard Wagner hat die Situation mit seiner Rede vom "Absturz der Soziologie" auf den Punkt gebracht:

"Das (dass keine aktuellen Publikationen zum aktuellen Stand der Forschung soziologischer Wissenschaftstheorie zu finden sind, G.A.S.) ist kein Zufall, denn im Unterschied zu anderen Einzelwissenschaften findet man in diesem Fach noch nicht einmal annähernd eine facheinheitliche Konzeption von Gegenstand und Methode, die man referierend vorstellen könnte. Was man findet, sind viele widersprüchliche Positionen (Braun,2008), die überblicksartig vorzustellen müßig wäre. Man würde damit nur einen Missstand dokumentieren, der offenbar für den Missstand des ganzen Fachs verantwortlich ist. 'Es gibt in diesem Fach derzeit keinen Stand der Erkenntnis', lautet die öffentlichkeitswirksame (Hervorhebung .G. A. S.) Kritik anlässlich des Jubiläumskongresses, den die Deutsche Gesellschaft für Soziologie zur Feier ihres 100-jährigen Bestehens 2010 in Frankfurt am Main ausgerichtet hatte ( Kaube 2010).

Als wollten sie dieses vernichtende Urteil ( Hervorhebung G.A.S.) bestätigen, ließen kurz darauf Fachvertreter in einer Befragung durchblicken, dass es tatsächlich keinen 'Konsens über das Grundwissen der Disziplin' gibt, was sich in erster Linie mit einer 'fehlenden gemeinsamen wissenschaftstheoretischen Vororientierung im Fach' erklären lässt (Braun & Ganser 2011:171)
Da die Soziologie offenbar wie ein Computer abgestürzt ist,..." (Wagner 2012:1)

Montag, 10. Oktober 2016

Die Soziologie psychischer Probleme!

Strukturelles oder individuelles Problem?
Ein wunderbares Beispiel für den wissenschaftlich nicht begriffenen Unterschied zwischen der psychologisch-individuellen und der soziologisch-strukturellen Ebene.
Die angesprochenen strukturellen Ursachen bewirken die VerhaltensVERTEILUNG in der Gesellschaft, die soziologisch-wahrscheinlichkeitstheoretisch konsequent ERKLÄRT werden könnte.
Diese Ursachen sind das Resultat von medial-wissenschaftlich gesteuerten politischen MACHT-Prozessen, die, realistisch betrachtet, nicht psychologisch-individuell begriffen werden können.
Die liberalistische Ideologie stößt hier an ihre fundamentalen Grenzen, weil sie "psychische Macht/Gewalt" praktisch und theoretisch ignoriert und die Ausnahme-Möglichkeiten zu Regel-Wahrscheinlichkeiten
absurd hochstilisiert.
In Ausnahmefällen und für Minderheiten gilt: Wenn Eltern sich selbst im Verhältnis zu diesen Strukturen realistisch selbst wahrnehmen, für sich sorgen und ein überzeugendes Vorbild leben, nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder psychisch krank werden, signifikant ab.
Wer glaubt, dass diese Ausnahmen wahrscheinlich zu anderen Macht-Strukturen führen (kritische Masse usw.) denkt genau so rational, wie ein Lottospieler, der davon überrzeugt ist, dass der Kauf seines Lottoscheins der entscheidende Schritt für einen vernünftig gestalteten Vermögnsaufbau darstellt.
Unwahrscheinliches ist möglich, aber eben nicht wahrscheinlich!
Wie eine realistisch-wissenschaftliche SOZIOLOGIE aussehen könnte, die diese Zusammhänge und soziale Naturgesetze im Gegensatz zum herrschenden Sozialkonstruktivismus in der universitären Soziologie systematisch begreift, deute ich in meiner "Soziologie des Unbewussten" an.
Aufmerksamkeitsstörung, Bindungsstörung, Depression: Der Bedarf nach stationärer Behandlung wächst stetig.
SZ-ONLINE.DE|VON SZ-ONLINE

Montag, 19. September 2016

Sex dominiert!

Sex!

Welche STRUKTURELLEN Ursachen führen zu dieser Entwicklung in westlichen Gesellschaften?

Eine Soziologie, die diese Entwicklung nicht wahrscheinlichkeitstheoretisch ERKLÄRT, ist es nicht wert, sich Wissenschaft zu nennen!

Wer den Menschen als "soziales, symbolisch gesteuertes Tier" begreift, kommt zu plausiblen und falsifizierbaren Hypothesen.

Die Psychonanalyse Freuds und ihr Erfolg beleuchtet den Eros als instinktiv steuernden Teil des "Es", die ander Form der Sozialität führte in der DDR zu einem anderen Umgang mit der Sexualitä, Pornographie und mediale Vermarktung von sexuellen Symbolen steuern das Verhalten der Masse/Mehrheit so wie früher die religiösen Dogmen, um nur ein paar Stichworte zu nennen.

Eine realistische Soziologie jenseits der dekadenten, konstruktivistischen Verirrung der zeitgenössischen, universitären Soziologie, deute ich in Grundzügen hier in meiner "Soziologie des Unbewussten" an.
"Sex – so der Befund einflussreicher Soziologen wie Eva Illouz und Anthony Giddens – ist zu dem bestimmenden Faktor zeitgenössischer Beziehungen geworden. Fehlt er, hat die Beziehung – und damit letztlich auch die Liebe selbst – ein Rechtfertigungsproblem. Wie konnte der Sex so viel Macht erlangen?", fragt die Neue Zürcher Zeitung.
In der Antike nur lose verbunden, rückten Sex und Liebe, zuerst durch die Kirche, dann durch die Romantik, immer enger zusammen.
nzz.ch|Von Martin Helg

Montag, 12. September 2016

Konstruktivismus- ein Irrweg der menschlichen Vernunft!

Die menschliche Vernunft im Irrenhaus!!
Die Moderne bleibt postmodern und absurd!
Zitat: "Für ihn (den Konstruktivismus, GAS) ist die Wirklichkeit des Einzelnen ohnehin die ganze Wirklichkeit – es gibt keine »Objektivität«"
Für die universitäre Soziologie bedeutet das z.B. im Rahmen der Systemtheorie (perfektioniert von den Epigonen meines Lehrer Luhmann) :
Es gibt keine erkennbaren, objektiven soziale Wirklichkeiten, z. B. Strukturen, unabhängig von den beobachtenden und handelnden Einzelnen.
Dieser Unfug ist heute so zur Mode geworden, der junge Menschen begeistert und irreführt, wie früher der Marxismus-Leninismus.
Eine unglaubliche, intellektualistische Verwahrlosung des Denkens auf höchstem bodenlosen Niveau, die sich mit wichtigem Gesichtsausdruck als soziologische Wissenschaft verkauft.
In Wirklichkeit verseucht sie das gesellschaftliche und soziologische Denken hin zu einer katastrophalen Verantwortungslosigkeit gegenüber sozialen Strukturen und ihren objektiven Wirkungen auf die Masse/Mehrheit der Menschen, die ihnen strukturell-machtlos ausgeliefert sind (individuelle Ausnahmen bestätigen die Regel).
Das Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ist damit verglichen ein dilettantisches Vorspiel.
Ein noch weithin unbearbeitetes Feld: die diskursive Beziehung von Konstruktivismus/Systemtheorie/Kybernetik und Existenzphilosophie - soeben erschienen:
Existenzphilosophie fragt nach dem Sinn menschlichen Lebens. Für den Konstruktivismus ist diese Frage schon beantwortet, ja, sinnlos: Für ihn ist d...
WWW.TRANSCRIPT-VERLAG.DE|VON TRANSCRIPT VERLAG

Dienstag, 6. September 2016

Der Mensch, ein rationales, selbstbestimmtes Wesen?

Der gesamte Artikel erscheint demnächst in meinem Blog!


Meine bisher letzte Veröffentlichung!
Der Mensch, ein rationales, selbstbestimmtes Wesen?
Zur Anthropologie der "Soziologie des Unbewussten"!
Der Mensch, das soziale, symbolisch gesteuerte Tier!
Bernhard Hofer hat 3 neue Fotos hinzugefügt.
27. Juli
Die aktuelle Augustausgabe von soziologie heute ist in Druck. Erhältlich ab der 2. Augustwoche. Nicht entgehen lassen! Näheres unter http://www.soziologie-heute.at

Mittwoch, 31. August 2016

Charismatische Lehrer


CharismatischeLehrer und die "Soziologie des Unbewussten"

Zuerst muss eine entscheidende Unterscheidung klargemacht werden.
Charismatische Lehrer, die Mathematik lehren, sind ein Geschenk für jeden Schüler. Charismatische Lehrer, die eigene Ideen lehren sind ein zweischneidiges Schwert für ihre Jünger, oft ein Fluch!

Hier geht es um charismatische Lehrer mit eigenen Ideen!

Charismatische Menschen faszinieren, ziehen andere Menschen in ihren Bann. Im 20. Jahrhundert war wohl Hitler der charismatischste Mensch, der eine ganze Gesellschaft hypnotisierte, Marlon Brando brauchte nur in die Kamera zu schauen und jeder sah hin und schwieg (ein Geschenk für fast jeden Zuschauer), Baghwan (heute Osho genannt) lehrte Authentizität und machte aus Möchte-Gern-Revolutionären autoritätshörige Jünger !

Charismatiker zwingen das Denken, inne zu halten und sprechen das Unbewusste an, in einem dramatischen Ausmaß. Danach wird das Denken des Gebannten von den charismatischen Wirkungen gelenkt und das Gefühls“denken“ innerhalb der Wohlfühlzone beginnt.

Wenn ein charismatischer Lehrer sagt: „Sei authentisch“ ist das genau so paradox wie das oft zitierte „Sei spontan!“.

Wie und was lehrt ein charismatischer Mensch?

Ein charismatischer Lehrer lehrt durch seine Persönlichkeit. Die Inhalte werden emotional vermittelt und von seinen Anhängern begeistert aufgesogen.
Die Vorbildfunktion führt zu zufälligen Erfolgen, wenn die emotional-ideologische Dimension der erzählten Geschichten mit der Wirklichkeit des Jüngers an einigen Stellen harmoniert.
Eine systematische, intellektuell fundierten Vermittlung durch einen charismatischen Menschen, der eine eigene „Lehre“ entwickelt hat, ist ein Widerspruch in sich.

Die Theorie der kognitiven Dissonanz beweist, dass Widersprüche wie beim Verliebtsein nicht wahrgenommen werden, sondern unbewusst aussortiert werden, um das charismatische Bild nicht zu beflecken. Die objektive Wirklichkeit wird zweitrangig.

Viele Charismatiker weisen sogar darauf hin, dass sie nicht bewundert werden, sondern zum eigenständigen Denken anregen wollen, damit ihre Zuhörer zu authentischeren Menschen werden.

Eine nettes konstruktivistisches, natürlich gut gemeintes Wunschdenken. Die WIRKlichkeit könnte nicht weiter entfernt sein.

Warum bleibt es ein wirklichkeitsfremdes Wunschdenken?

Ganz einfach, weil Menschen soziale, symbolisch gesteuerte Tiere sind, deren Denken strukturell von unbewussten Emotionen gesteuert werden.

Charismatische Wirkungen münden immer in emotional-ideologischer Isolation.

Sogar, wenn die Ideen einen wissenschaftlich-objektiven Anteil haben, geht dieser mit dem Tod der charismatischen Bezugsperson meist unter oder taugt nur noch für gedankenlose Bruchstück-Zitate ohne gesamtgesellschaftliche Wirkung.

Ausnahmen sind möglich, allerdings unwahrscheinlich, wenn die Kerninhalte der charismatisch vermittelten Sichtweise auf ihren objektiv-wissenschaftlichen Anteil jenseits der emotional-ideologischen Vereinseitigung reduziert werden und die universitäre Wissenschaft maßgebend verändern.

Damit ist der Schöpfer der Ideen meist überfordert. Er weiß oft nicht einmal, warum seine Ideen so erfolgreich sind und wenn er analytisch lehren will, tauchen für unvoreingenommene Beobachter die Widersprüchlichkeiten oder Halbwahrheiten wie Felsenriffe auf, die von der emotional-ideologischen Flut der Begeisterung überschwemmt wurden.