Soziologie-ein fliegender Holländer? https://soziologiedesunbewussten.blogspot.be/2015/12/blog-post

Soziologie- ein fliegender Holländer?

Mein Artikel aus "soziologie heute", Oktober 2015, s. Blog-Artikel vom 2.12.2015

Sonntag, 17. Juni 2018

Hegel, Adorno, Zizek und die Dialektik!


oder 

Der fliegende Holländer der sozialkonstruktivistischen Pippi-Langstrumpf-Soziologie!


WISSENSCHAFTLICH führt die PHILOSOPHIE der Dialektik zur sozialrealistischen SOZIOLOGIE des Unbewussten und der wahrscheinlichkeitstheoretischen Konzeption von Ausnahme und Regel, von Einzel-Ereignis und Struktur und von Individuum und Gesellschaft.

Samstag, 16. Juni 2018

Der unsichtbare Menschenzoo!


Eine sozialrealistische Soziologie des Unbewussten kann diese soziale STRUKTUR (abstrakte REALITÄT hinter den Phänomenen/Wirklichkeit) soziologisch-WISSENSCHAFTLICH begreifen, die sozialkonstruktivistisch reduzierte Pippi-Langstrumpf-Soziologie nicht!

Kommentare:
Helga Englberger Hamsterkäfig in Dir!


Gerhard Schwartz Nee, Helga Englberger, der Käfig ist eine OBJEKTIVE, abstrakte REALITÄT. Die Gitterstäbe sind lediglich so genial wahrscheinlichkeitstheoretisch konstruiert, dass die AUSNAHME-Möglichkeiten als REGEL-Wahrscheinlichkeiten in der liberalistischen Freiheits- und Aufklärungsideologie ERSCHEINEN (inklusive der liberalistisch-spiritualistischen Illusion, dass aus Ausnahmen Regeln werden können, ohne FUNDAMENTALE Änderungen auf der Ebene der STRUKTUR). Das ist der Unterschied bezogen auf die wissenschaftlich unbegriffene Differenz innerhalb von sozialen Systemen zwischen Phänomen/WIRKlichkeit und der sie verursachenden Struktur/REALITÄT dahinter!

Liberalismus - Freiheit, die ich meine
"Die perfekte Diktatur wird den Anschein einer Demokratie machen, einem Gefängis ohne Mauern, in dem die Gefangenen nicht einmal davon träumen auszubrechen. Es ist ein System der Sklaverei, bei dem die Sklaven dank Konsum und Unterhaltung ihre Liebe zur Sklaverei entwickeln."

Montag, 11. Juni 2018

Piaget und der Strukturalismus!

Piaget betonte die Struktur der Relationen, begriff aber nicht die abstrakte Realität der Strukturen an sich, NACHDEM sie sich gebildet haben, und ihre Wirkung!

Dagegen David Deutsch:
„Reductionism and holism are both mistakes. In reality, explanations do not form a hierarchy with the lowest level being the most fundamental. Rather, explanations at any level of emergence can be fundamental. Abstract entities are real, and can play a role in causing physical phenomena. Causation is itself an abstraction.“ (Deutsch 2011: 124)

Damit blieb Piaget in dieser Hinsicht dem Zeitgeist gemäß ein antirealistischer Konstruktivist, obwohl man ihn sonst auch als evolutionären Realisten bezeichnen kann.

Diese sozialKONSTRUKTIVISTISCHE Reduktion von formalen und unbewussten STRUKTUREN auf allen Ebenen der Sozialität wird von einer sozialREALISTISCHEN Soziologie des Unbewussten vermieden.

Die sozialrealistische Soziologie geht davon aus, dass sich Strukturen zwar durch Interaktionen und Relationen bilden, sich aber dann verselbständigen und die VerhaltensVERTEILUNGEN und die TYPISCHEN Interaktionen innerhalb der jeweiligen Struktur determinieren (statistische Kausalität und Wahrscheinlichkeit). 
Diese Wirkungen der Struktur sind wissenschaftlich genauso messbar wie die mittlerweile wissenschaftlich akzeptierten Wirkungen der Hypnose.

Dagegen vernachlässigt Piaget diese Tatsache völlig wirklichkeitsfremd wie alle Sozialkonstruktivisten, wenn er schreibt:

„Mit einem Wort, die ständige Gefahr, die dem Strukturalismus droht, wenn man dazu neigt, aus ihm eine Philosophie zu machen, ist der Realismus der Struktur, der auftaucht, sobald man die Verbindung der Strukturen mit den Operationen vergisst, aus denen sie hervorgegangen ist.
.....

Es ist aber nicht so, dass die Strukturen VOR DEN HANDLUNGEN (Herv. G.Sch.) und den Konstruktionen sind und sie im Voraus bestimmen.“ (Piaget 1973: 123)
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Auf dem Höhepunkt der strukturalistischen Welle in Frankreich veröffentlicht Jean Piaget im Jahre 1968 eine Einführung in das Themenfeld, die zu einem Bestseller wird. Zunächst stellt er seinen eigenen Ansatz des genetischen Strukturalismus und die damit eng verbundenen Wissen...

Freitag, 8. Juni 2018

Demokratie und Abstraktionsniveau!

Das kognitiv verfügbare Abstraktionsniveau des sozialen, symbolisch gesteuerten Tiers „Mensch“ ist biologisch determiniert normalverteilt wie der IQ oder die Körpergröße.

Demokratie und Vermassung bestimmen die aktuelle Tendenz in den westlichen Gesellschaften.

Die Technologien, abgeleitet aus dem dramatischen Erfolg der Naturwissenschaften, führen die Menschen immer kleinschrittiger und sicherer im Umgang mit komplexen Situationen. Das reicht von der Verkehrsführung bis zum Internet.

Die Kehrseite ist die exorbitant steigende Lenkbarkeit und Abhängigkeit der Masse/Mehrheit von diesen Technologien.

Logisch, ontologisch und erkenntnistheoretisch führt das notwendigerweise zu einem fragmentarischen Umgang mit dem Ganzen der Wirklichkeit/Realität.

3 Niveaus, abhängig von den Abstraktionsniveaus, kann man deutlich unterscheiden:

1.) Massendemokratisch populär steht ein immer größerer Vorrat an Wissens- Bruchstücken und erlernbaren Techniken jedermann zur Verfügung.

2.) Die RELATIONEN zwischen den Wissens-Fragmenten und die Erfassung der Gesamtsituation, z.B. im Verkehr UNABHÄNGIG von der Detailführung, ist nur noch für eine MINDERHEIT erkenn- und/oder rational-intuitiv erfassbar. Der Zugang zu dieser Ebene der Phänomene/Wirklichkeit erfordert ein höheres Abstraktionsniveau.

3.) Die STRUKTUREN der REALITÄT hinter den Relationen/Phänomenen/Wirklichkeit ist aufgrund der gestiegenen Komplexität auf der Ebene der Details und Phänomene nur noch für eine kleine biologisch dazu fähige Abstraktions-ELITE begreifbar.


Das ist ein angemessener Rahmen (logisch/ontologisch/epistemologisch) für eine sozialrealistisch-wissenschaftliche Soziologie, liebe sozialkonstruktivistisch reduzierte Pippi-Langstrumpf-Kollegen.

Dienstag, 5. Juni 2018

Vom Individuum zur Masse!


Ein soziales Naturgesetz!

Niklas Phoenix Was ist jetzt das Naturgesetz? 

Das Menschen leichter für Fußball zu mobilisieren sind? Halte ich für Kontingent. Oder ist Fußball ein Chiffre für Hedonismus? Ist es ein Gesetz für unsere Kultur? Aber dann kann man ja kaum von Naturgesetz sprechen. 

Wie soll ich das verstehen?

Gerhard Schwartz Das SOZIALE Naturgesetz (Emergenz) besteht darin, dass das soziale, symbolisch gesteuerte Tier "Mensch" von der individuellen Existenz zu einer homogenen MASSE mutiert, wenn bestimmte Bedingungen (z.B. charismatische Führung/symbolisch-archaische Stimulation oder andere mediale, archetypisch wirksame Manipulationen) erfüllt werden. Römische Gladiatoren-Kämpfe, die Wirkung religiös-ideologischer Symbole in jeder Gesellschaft/Gemeinschaft, die Massen-Hysterie bei der Begeisterung und Anbetung für und von Musik-Idole(n),die Gleichschaltung der Individuen im Nationalsozialismus oder Effekte der sozialen Medien (die individualistische Masse oder die Verschärfung der Isolation und Dekadenz emotional-ideologischer Komfortzonen) sind andere Beispiele für die Wirkung dieses sozialen Naturgesetzes. Schon vor 123 Jahren (38 Jahre VOR dem Erfolg der Nationalsozialisten) hat der soziologisch und liberalistisch verschmähte Gustave Le Bon dieses unbegriffene Gesetz angedeutet: https://www.amazon.de/Psychol.../dp/3868200266/ref=sr_1_1...
Verwalten

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Gerhard Schwartz Sozialpsychologisch-wissenschaftlich bestätigt führt dieses soziologisch unbegriffene soziale Naturgesetz zu a-rationaler Konformität (Konformitätsexperiment von Asch), absurd anmutender Autoritätshörigkeit (Milgram-Experiment) und der erschreckenden, verhaltenssteuernden Dominanz von Strukturen (Stanford-Prison-Experiment): http://bds-soz.de/.../SOZIOLOGIEHEUTE_AUGUSTausgabe2016...

Niklas Phoenix Darum geht es Ihnen also. Ja da gehe ich natürlich mit! LeBon ist mir natürlich bekannt. Er hatte im übrigen einen großen Einfluss auf Max Weber und somit auf die gesamte Soziologe im germanophonen Raum



Gerhard Schwartz Wo ist Le Bon ernsthaft in eine systematische, akademisch anerkannte Soziologie eingegangen??? Max Weber ist gescheitert an seinem "methodologischen Individualismus" und seinem "gemeinten Sinn". Inhaltlich ist er an vielen Stellen, wo er seiner eigenen Methodologie widerspricht und STRUKTURELL argumentiert, integrationsfähig in eine sozialrealistisch-wissenschaftliche Soziologie, ähnlich übrigens wie Luhmann, wenn man seine Systemtheorie kausaltheoretisch und ontologisch fundiert umschreibt. METHODOLOGISCH blockieren Weber und seine Epigonen damit bis heute JEDE sozialrealistisch-wissenschaftliche Etablierung der Soziologie. Das gilt sogar für Bourdieu, der als Durkheim orientiert gehandelt wird, wie ich es in meinem Blog nachgewiesen habe. Die Soziologie verfehlt ihre notwendige Eigenständigkeit, wenn sie vom Individuum her (Psychologie) oder von den Interaktionen her (Sozialpsychologie) argumentiert und damit SOZIALES VERHALTEN erklären will. Eine sozialrealistisch-wissenschaftliche Soziologie argumentiert von den sozialen und gesellschaftlichen STRUKTUREN aus und erklärt die VerhaltensVERTEILUNGEN auf allen Ebenen der Sozialität, UNABHÄNGIG von den Rationalisierungen/Intentionen/Motive der Individuen. Das ist der GEIST Durkheims und meiner sozialrealistischen Soziologie des Unbewussten!
Mensch und Politik heute
19 Std.
Passt! Leider.

Dienstag, 29. Mai 2018

Sozialrealismus und Dysrationalität

IQ-Tests und Dysrationalität!!

Der Unterschied zwischen Rationalität und IQ-Intelligenz!

Hochbegabte sind nicht vor irrationalen Schlüssen gefeit, weil ihre UNBEWUSSTE Wahrnehmung eines Sachverhalts instinktiv, wie bei weniger begabten Menschen auch, LOGISCHE Fehlschlüsse produzieren und irrationales Verhalten provozieren kann.

Beispiel:
John sieht Susan an, aber Susan schaut Gabriel an. John ist verheiratet, aber Gabriel nicht. Sieht eine verheiratete Person eine unverheiratete an?

1) nein
2) ja
3) kann nicht bestimmt werden.


"My goal in proposing the term “dysrationalia” is to separate intelligence from rationality, a trait that IQ tests do not measure. The concept of dysrationalia, and the empirical evidence indicating that the condition is not rare, should help create a conceptual space in which we value abilities at least as important as those currently measured on IQ tests—abilities to form rational beliefs and to take rational action."

Why smart people sometimes do dumb things
SCIENTIFICAMERICAN.COM

Mittwoch, 23. Mai 2018

Der Sozialrealismus und das Ziegenproblem

oder

Die Dummheit der (Hoch)-Begabung!

Die von mir angedeutete „Soziologie des Unbewussten“ wird empirisch überprüft.

Mein Facebook-Experiment:

„Ausgelöst wurde die soziologisch faszinierende Reaktion durch folgenden schlichten Post (die vollständigen Antworten stelle ich bei Interesse gerne zur Verfügung):

„50.000,- IQ-Frage!
(Wer MEHR als eine PROZENTANGABE in der Antwort schreibt, wird sofort BLOCKIERT, weil er nicht lesen kann und deswegen als FB-Freund für mich ungeeignet ist!)
Eine kleine Gewinnlotterie (Fiktion)!
50.000€ sind zu gewinnen.
Drei Briefumschläge liegen auf dem Tisch, ein roter, ein schwarzer und ein grüner. In einem ist ein Gutschein über die 50.000€ in den beiden anderen ein leeres Blatt. Natürlich sind von außen keine Unterschiede erkennbar.
Franz darf sich in Gedanken einen aussuchen, er wählt den roten.
Der Veranstalter entfernt eine Niete, und zwar den grünen Umschlag.
Franz darf noch einmal wählen. Er ist der spontane Typ und sagt sich, schwarz gefällt mir doch besser!
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er die 50.000€ gewinnt?“

Diese Frage wird, wenn sie und ihre Lösung den Menschen NICHT bekannt sind, zu 99,9% FALSCH beantwortet. Dies schließt Mathematiker und Hochbegabte ein, wie die Geschichte des „Ziegenproblems“ markant und überzeugend BEWEIST!

Die Ursache HIERFÜR liegt auf der BIOLOGISCH-genetischen Seite des symbolischen Tiers „Mensch“, die EINE Basis für die relational bedingte Verteilung des Verhaltens in der Gesellschaft ist („Soziologie des Unbewussten“). 

Die ANDERE Seite ist die STRUKTURELLE SYMBOLISCH-massenpsychologische Manipulation des Unbewussten der MASSE/Mehrheit in der Gesellschaft und in emotional-ideologischen Komfortzonen, die das Fühlen/Denken/Verhalten der Masse/Mehrheit prägen. Hierauf komme ich später zurück.

Eine kurze Darstellung des historischen Verlaufs des „Ziegenproblems“ bestätigt die Hypothesen der „Soziologie des Unbewussten“ und illustriert sie sehr anschaulich:

Marilyn vos Savant, die Frau mit dem bisher höchsten seriös gemessenen IQ (>187?), was bekannt war, behauptete im September 1990, als diese Frage im Raum stand, die Antwort sei 66,6666%. Eine Lawine von wütenden Beschimpfungen und/oder Spott waren die Folge, Mathematiker und Hochschul-Professoren eingeschlossen.  Der Mob, die Meute vollführte die symbolische Hinrichtung. Le Bons „Dummheit der MASSE“ wurde wieder einmal lebendig und anschaulich, in abgeschwächter Form immer wieder zu beobachten in JEDER emotional-ideologisch homogenen Gruppe, wenn ein Mitglied emotional-ideologisch signifikant abweicht. Ein ehernes soziales NATURgesetz.-

„Marylin vos Savant wurde unterdessen mit Spott überschüttet. <Unsere mathematische Fakultät hat herzlich über sie gelacht>, hänselte eine Professorin. <Es gibt schon genug mathematische Unwissenheit in diesem Land>, beschwerte sich ein Akademiker bei der Zeitschrift 'Parade', < wir brauchen nicht den höchsten IQ der Welt, um diese Unwissenheit zu vertiefen. Schämen Sie sich!> (S.8)

Das war sogar noch der Fall, als Gero von Randow in der 'Zeit' einen Artikel mit dieser Lösung präsentierte, als sie allmählich in Fachkreisen akzeptiert wurde.

„Der verehrte Herr von Randow sei <ins Sommerloch gestolpert>, <jeder normalbegabte Zwölftkläßler> könne schließlich begreifen, daß Frau Savants Rat < typische Laienfehler> enthalte, < haarsträubender Unsinn>, <Quatsch> und < Nonsens>, <absurd> und <abstrus> sei. Es sei <traurig, daß die 'Zeit' so etwas überhaupt aufgreift>. Die ganze Angelegenheit sei <peinlich>, urteilte ein Mathematiker. Bestenfalls ein < Aprilscherz im Juli> schrieb ein Leser mitleidig, eher ein <Ärgernis> schrieb ein anderer. Die alles dies zu Papier brachten, waren zum großen Teil Akademiker, einige mit einschlägiger Ausbildung in Statistik: Prof.Dr.Ing, Dr.sc.math, Dr. med., Dr.jur. usw.usf. Sie schrieben auf Institutsbögen, legten seitenlange Beweise bei,...“ (S.7)

(v. Randow, G. 1992, Das Ziegenproblem. Denken in Wahrscheinlichkeiten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt)

Auf demokratischem Massen-Niveau sind die Erfahrungen in meinem Post (Beschimpfungen bis zu: „Sie sind ein ziemlich kranker Typ“ +3x „gefällt mir“) unübersehbar sogar HEUTE noch vergleichbar. 


Die „Soziologie des Unbewussten“ behauptet, dass UNBEWUSSTE Strukturen und emotional-ideologische Filter die Wahrnehmung der Realität durch die Masse/Mehrheit prägen. 

Die HISTORISCHE Dimension des „Ziegenproblems“ ist eine perfekte Bestätigung des sozialpsychologischen Experimentes von Asch (Konformität) auf einer gesellschaftlichen Ebene (s.a. Le Bon bezogen auf die Vermassung und den Verlust der individuellen Differenzen). 

Was diese OBJEKTIVE Wahrheit für die massenpsychologische Manipulation in Medien-Gesellschaften bedeutet (Werbung/Propaganda), wenn die „Dummheit“ einer Aussage NICHT mathematisch EINDEUTIG beweisbar ist (z.B. bei der nicht-lineare Komplexität sozialer Fragestellungen), ist SOZIOLOGISCH und sozial-gesellschaftlich natürlich weitaus relevanter als die Manipulation von falschen Einschätzungen messbarer Realitäten (z.B. zwei OFFENSICHTLICH unterschiedlich lange Striche beim Asch-Experiment).

Der Ethologe Rupert Riedl weist zu Recht darauf hin, dass man nur etwas erklären kann, was man vorher erkannt hat („Soziologie des Unbewussten“:

„Erkennen beruht auf dem simul hoc der Gestaltwahrnehmung und ist großteils VORBEWUSST (Hervorh. GAS) angelegt, das Erklären auf dem propter hoc, das großteils als bewußte Konstruktion der Erfahrung hinzuzufügen ist. Erkennt man diesen Unterschied nicht, kann es geschehen, daß das noch nicht Erklärbare aus der Welt des Erkennbaren verloren wird.“ (Riedl 2000:34)

Die emotional-ideologische, STRUKTURELLE Determination des WAHRSCHEINLICHEN Verhaltens führte bei dieser „schlichten“ mathematischen Frage (lineare Komplexität) zu einer katastrophalen IRRATIONALITÄT des Verhaltens, die sogar verhinderte, das Nächstliegende zu machen, nämlich die Hypothese von Marylin vos Savant, OBWOHL man sie nicht verstand, EMPIRISCH zu überprüfen. 
Eine sehr leichte Übung, wenn man so viel selbstkritische Distanz hätte aufbringen können, Das Spiel einfach 500 Mal durch zu spielen und festzustellen, ob der Wechsel zu einem Resultat von 66,6666% Gewinnen führt oder zu 50%.

Logisch klar, emotional-ideologisch UNMÖGLICH! „Unglaublich“, dass das nicht gemacht wurde, sondern die arrogante, emotional-ideologische Selbstsicherheit des demokratischen Mittelmaßes jeden Versuch, die Hypothese empirisch zu überprüfen, blockierte!?

Welche SOZIALEN STRUKTUREN machen solche Entwicklungen WAHRSCHEINLICH?

1.) Die intellektuelle Ignoranz und die emotional-ideologische Weigerung der universitären Soziologie, solche sozialen Naturgesetze WISSENSCHAFTLICH zu erforschen. Stattdessen überschüttet sie die Gesellschaft mit einer konstruktivistischen „aufgeblasenen Rhetorik“ (Markus Gabriel) und einem systemtheoretischen Begriffs-Kartenhaus, die eine katastrophale Komplexitäts-IDEOLOGIE bewirken und die Erforschbarkeit von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen im sozialen Kontext schlicht leugnen.

2.) Das biologisch vorhandene IQ-Potential des sozialen, symbolisch gesteuerten Tiers „Mensch“ wird durch die emotional-ideologischen STRUKTUREN der am Mittelmaß orientierten Massen- und Konsens-Demokratie in der Gesellschaft und in der Wissenschaft nur minimal ausgeschöpft. 
Eine ANDERE emotional-ideologische STRUKTUR, die allerdings nur autoritär GESTALTET werden kann (s.a. Page/Differenz/Gruppe) würde medial-wissenschaftlich die Sensibilität gegenüber DIFFERENZEN auf allen Ebenen manipulieren und DADURCH signifikant erhöhen. 
In Marylin von Savants Fall wären die Schreihälse (Tilmann Steiner/Schreispirale) in ihren emotional-ideologischen Komfortzonen mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel früher leise geworden, wenn sie jeden Tag zu hören bekämen: „Vorsicht, lieber Mathematik-Professor, du bist vielleicht begabt oder sogar hochbegabt, aber es gibt auch Genies und die kannst Du auf ihrem Niveau NICHT verstehen!“

Die unter dem Begriff „Ziegenproblem“ bekannte Thematik demonstriert bezogen auf die IQ-Intelligenz bei formalen Fragen und linearer Komplexität exemplarisch die folgenden drei Ebenen bei unbekannten, NEUEN Lösungen (gilt für viele STRUKTURELL neue Lösungen, natürlich in gesteigertem Maß bezogen auf nicht-lineare Komplexität):

1. Ebene (IQ-genial): nur extrem IQ- Begabte finden die Lösung, die sogar von NORMALEN IQ-Hochbegabten nicht entdeckt wird und von der aktuellen wissenschaftlichen emotional-ideologischen Komfortzone als lächerlich und unzuMUTbar qualifiziert wird.

2. Ebene (IQ-hochbegabt): Viele, vielleicht die meisten IQ-Hochbegabten, können die Lösung inklusive der Begründung NACHvollziehen, NACHDEM sie allgemein anerkannt ist.

3. Ebene (Bildung): wenn die Thematik in das Bildungssystem aufgenommen wird, können alle NORMALbegabten die REGEL, die für die ANWENDUNG dieser Erkenntnis NOTwendig ist, auswendig lernen und sie anwenden, OHNE das „Warum“ im NORMALfall zu verstehen.

Führt die BILDUNG zu einer Veränderung der angedeuteten sozialen NATURgesetze?

Selbstverständlich nicht! Beim nächsten Mal, wenn eine NEUE Frage dermaßen abweichend beantwortet würde, wäre der Ablauf vergleichbar! Es sei denn, man würde das soziale NATURgesetz ANWENDEN und eine andere emotional-ideologische STRUKTUR von OBEN einsetzen. 


Dann würde die Gesellschaft so „abheben“ wie das Tonnen schwere Flugzeug durch die ANWENDUNG der physikalischen NATURgesetze und Ikarus würde nicht mehr abstürzen!