Soziologie-ein fliegender Holländer? https://soziologiedesunbewussten.blogspot.be/2015/12/blog-post

Soziologie- ein fliegender Holländer?

Mein Artikel aus "soziologie heute", Oktober 2015, s. Blog-Artikel vom 2.12.2015

Dienstag, 14. Mai 2019

Die Negation des "freien Willens" - wissenschaftlich falsifizierbar!

KEIN Mensch sucht sich seinen Charakter aus! 

Die perfekte, liberalistische Konditionierung hat zwar zur WAHNVORSTELLUNG des "freien Willens" geführt, ist aber nichtsdestotrotz objektiv FALSCH! 

Der Beweis: 
„Seinen "freien Willen" kann jeder dadurch beweisen, in dem er demnächst grundsätzlich das tut, was ihm am meisten verhasst ist.“ (Gerhard A. Schwartz)

Eine wissenschaftlich-empirisch-experimentelle Falsifikation (Popper) der Hypothese:
"Es gibt keinen freien Willen!"
ist so auf sehr schlichte und eindeutige Weise möglich, jenseits des endlosen konstruktivistischen Geschwafels. 

Warum passiert das nicht? 

Die emotional-ideologische Dominanz der liberalistischen Freiheits- und Aufklärungsideologie, ihr objektiv falsches Menschenbild, der postmoderne Relativismus und der anthropomorphe Größenwahn blockieren offensichtlich den dringend notwendigen wissenschaftlichen Fortschritt in den Humanwissenschaften und die Erforschung sozialer Naturgesetze: 

WIR denken!!????

Als PHÄNOMEN unbestreitbar!

Und wer bestimmt, was WIR (Masse/Mehrheit) denken, wie wird es VERURSACHT???? 

Die STRUKTUREN (emotional-ideologischen, technologischen, medialen und formalen), in denen wir leben, VERURSACHEN die VERTEILUNG des Denkens/Fühlens/Verhaltens innerhalb der Strukturen! 

WIR denken, geboren und aufgewachsen im afrikanischen Busch anders als in der DDR, in den USA oder in China!!!

https://bds-soz.de/BDS/PDF/Soziologieheute/2018/5-2018/SOZIOLOGIEHEUTE_OKTOBERausgabe2018_Schwartz.pdf
Liberalismus - Freiheit, die ich meine
6 Std.
Für die Frage, ob wir in Freiheit oder in Knechtschaft leben, ist viel entscheidender, was wir denken als wen wir wählen. Eine Gesellschaft, die mehrheitlich un...
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Montag, 6. Mai 2019

Soziologie-Rat Benkel/Passau schwadroniert weiter drauflos!

Nach seiner faschistoid-hilflosen Zensur meiner Fundamentalkritik nun dieses narzisstische, uferlose Pudding-Geschwafel als passend perfekter Antwort-Witz im SozBlog der DGS: "Aufbau durch Zerstörung"!

Das ist eine wunderbare Demonstration dessen, was die akademische  Soziologie heute als "Wissenschaft" begreift!
Unerträgliches, nicht zu Ende gedachtes, unsystematisches Geschwätz!

Dagegen ist mein Lehrer Luhmann, dessen Wirkungen ich mittlerweile sozialrealistisch-wissenschaftlich kritisiere, ein klar denkender und schreibender Sozialphilosoph!

Danke, Dr. Benkel, ein hervorragendes Dokument einer dekadent-pubertären Phase der Wissenschaftsgeschichte!


"Aufbau durch Zerstörung

Mein letzter und zugleich erster Blogeintrag war dem schreibenden Reflektieren über das reflexive Schreiben gewidmet. Ich habe vieles außer Acht gelassen, unter anderem den wichtigen Punkt, dass der Umweg der Verschriftlichung uns allen, die wir in ‚Feldern‘ unterwegs sind, das vielleicht Beste, Schönste, Spannendste empirischer Forschung wegnimmt, ganz gleich, wie versiert wir uns beim zusammenbastelnden Schildern und Nacherzählen anstellen. Clifford Geertz nennt die Vorstellung, man könne bruchlos in Worten beschreiben, was man in der Forschungspraxis erlebt und gedacht hat, ‚Textpositivismus‘. Wenn solche schweren Beleidigungen wie das P-Wort ausgesprochen werden, muss das Thema ernst sein. 
Ich habe in mancher Publikation die Problematik aufzugreifen versucht, dass empirische SozialforscherInnen nolens volens Vorerfahrungen, Prägungen, überhaupt sozialisatorische Einflüsse und natürlich auch Erwartungshaltungen wie ein ‚Gepäckwissen‘ mit sich herumschleppen. Dieses Gepäck loszuwerden wäre eine Kunst, sie wäre es aber eben nur, weil die Umsetzung nicht möglich ist. Man kann jedoch, um in der Metapher zu bleiben, manches umräumen oder anders verpacken und sich das auf den erkenntnistheoretischen Schultern lastende Gewicht nicht anmerken lassen.
Das Extrem am anderen Ende des Forschungsspektrums dürfte wohl die Haltung sein, persönliche Erfahrungen mithilfe des persönlichen Erfahrungmachens als ‚Datum‘ verstehen zu wollen. Ich habe es ‚erlebt‘, da und dort stand es (fest), es ist ‚objektiv‘ passiert, somit ist es ‚wahr‘, secundum non datur. Solche Attitüde würde ich für gewöhnlich in Kreisen, die sozialwissenschaftliche Methodenschulungen genossen haben, nicht vermuten; aber mit dem Genießen ist es so eine Sache. Es gibt, schreibt Bourdieu, Soziologen – und es gibt „Soziologen (in ganz großen Anführungszeichen)“. Anekdoten und Gerüchte, die mich in diesem Zusammenhang an Anführungsstriche in der Schriftgröße 154 denken lassen, könnte ich den Lesern dieses Blogs zuhauf zumuten. Dabei würde es mir, obwohl ansonsten der Aristokratie fernstehend, aber vermutlich umgekehrt ergehen wie Hofmannsthals Lord Chandos, dem die Worte wie „modrige Pilze“ im Munde verfielen, als er daran dachte, allzu abstrakte Begriffe zu verwenden. Mir wäre das Referat der allzu realen Begebenheiten unangenehm. 
Andererseits wecken vage Aussagen die Neugier auf das Konkrete – deshalb doch ein Beispiel. Vor einigen Monaten wurde vor allem in französischen Feuilletons über eine Streitigkeit berichtet, die aufzuarbeiten sich meines Erachtens auch für einschlägige deutschsprachige Medien lohnen würde. Jean-Claude Kaufmann, bekannt vor allem für Studien im mikrosoziologischen Kontext mit einer Detailliertheit, die mich manchmal darüber nachdenken lässt, ob das nicht schon Nanosoziologie ist, hat sich moderat kritisch geäußert über Blog-Einträge und Youtube-Auftritte eines jüngeren ‚Kollegen‘, der erstens einen organisationssoziologischen Universitätsabschluss in der Tasche hat und der zweitens namhaft geworden ist durch Beiträge in einer der ökonomisch rentabelsten Publikationssparten überhaupt, der Partnerschafts- bzw. Intimberatung. Kurz zusammengefasst: Kaufmann hielt die u.a. in kommerzpopulären TV-Sendungen verbreiteten Ansichten des Nachwuchs-Experten über das innere Wesen von Mann und Frau für problematisch. Der ‚Kollege‘ klärt nämlich das mutmaßlich apriori nicht gerade soziologieaffine Massenpublikum von Formaten, in denen beispielsweise unter dem Diktat absonderlicher ‚Spielregeln‘ potenziell amouröse Zweierteams zusammengestellt werden, darüber auf, wie ‚die Männer‘ und ‚die Frauen‘ nun einmal ticken. Komplexe Zusammenhänge sind in Wahrheit ganz leicht zu dechiffrieren, lautet die Implikation. Dem gegenüber fiel Kaufmanns Intervention noch erstaunlich gnädig aus – er veröffentlichte einen kurzen Einspruch gegen die Simplizität des Gesagten und, mehr zwischen den Zeilen, gegen die Brechstangenlogik hinter der Veredelung subjektiver Weltansichten zu wissenschaftlicher Erkenntnis. Die interessante Pointe: dem Angegriffenen fiel ein, dass er das symbolische Kapital der Ehre besitzt; folgerichtig hat er Kaufmann verklagt und will nun im Gerichtssaal sein Ansehen repariert wissen. (Für jemanden, der glaubt, dass das biologische Geschlecht zu vorreflexiven ‚Sozialautomatismen‘ führt, ist der fromme Wunsch, akademische Reputation sei juristisch einforderbar, vermutlich irgendwie ‚logisch‘.) Prozessbesucher werden über mangelnden Unterhaltungswert nicht klagen; der Ausgang des Verfahrens ist, wenn ich die französische Justizlandschaft in dieser Hinsicht korrekt überblicke, bislang offen. Ich lade spielfreudige Leser gerne auf eine Wette über das Ergebnis ein, befürchte jedoch, dass wir alle auf dasselbe Pferd setzen würden.
Ideologie gibt Nestwärme; man mag sich unter ihrem Schirm behütet fühlen. Sie ist aber keine universitäre Disziplin. Diesbezügliche Invasionsversuche finden nicht nur in der Soziologie statt, sondern vermutlich in allen Fächern, einschließlich der Naturwissenschaften, die in dieser Hinsicht von manchen für immun gehalten werden. Das Versprechen der keimfreien Stringenz beim Schaffen von Wissen wird tatsächlich niemals eingehalten, wenn Menschen mit im Spiel sind. Da Wissenschaftskarrieren Elemente der Leichtathletik aufweisen – überall Wettkampf, überall Strecken, die gesprintet werden müssen, und immer wieder Hürden und Wassergräben –, darf zwar auf interne Abwehrmechanismen gehofft werden, die die Hochschulen angesichts der Versuche zur Inthronisation frei von der Leber weg vermarkteter Egozentrik abhalten. Manch eine(r) könnte aber einwenden, dass es diesbezüglich Gegenbeweise gibt, wie ja überhaupt – nach Günther Anders – manche manches meinen. Ich vermute, dass dieser Einwand, auf die Soziologie bezogen, vor allem dort ansetzt, wo es um lebensweltnahe Fragestellungen geht. Selbstverständlich lässt sich die enge Verbundenheit mit Alltäglichkeiten unterschiedlich bewerten: für Bourdieu liegt das darin wurzelnde Erkenntnishindernis klar auf der Hand; bei Giddens dagegen ist der Alltagsakteur fast schon ein kleiner Sozialforscher in nuce. Mir scheint, dass solche Sachverhalte wie Liebe und Sexualität, Geschlechterfragen, Familienorganisation, überhaupt das ganze ‚Zwischenmenschliche‘ die soziologisch Unbedarften zum Mitsprechen einladen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Experte/Expertin ist irgendwie jeder, schließlich sind ‚wir alle‘ mit der Innenausstattung unserer Lebenswelten beschäftigt und im Zuge dessen ständig mit interpersonaler Abstimmungsarbeit befasst. Allerdings kommen die im besten Fall qua Reflexivität distanzierten Annäherungen an die elementaren Formen des sozialen Lebens selten mit praxisorientierten Sichtweisen auf identische Themenfelder ins Gehege – abgesehen von der unbedingt tiefer untersuchenswerten Koordination von SozialforscherInnen zwischen Alltagsleben und berufsbedingter Dauerreflexion und ebenfalls abgesehen von solchen in sich durchaus spannenden Überbrückungsfiktionen wie die oben beschriebene Kontroverse aus Paris.
Eine Sonderstellung nehmen Studierende ein. Interessant ist schon allein die Frage, weshalb sie sich für ein Studium der Soziologie oder verwandter Disziplinen entschieden haben. Für noch aufschlussreicher halte ich den Prozess des disziplinimmanenten Transformationsgeschehens, weil es jederzeit scheitern kann und in spezifischen Fällen auch auf allen Stationen des Weges scheitern wird. Wie kann das schulisch gebildete oder, je nach Sichtweise, verbogene Denken mit soziologischem Ballast beschwert werden, wenn das Schultern desselben in vielerlei Hinsicht die Verabschiedung liebgewonnener Überzeugungen beinhaltet? Dabei sollte das destruktive Potenzial unserer Zunft nicht übergangen werden; Soziologie baut auf, indem sie zerstört. Nehmen wir als Beispiel mich. In Lehrveranstaltungen scheue ich mich nicht, auch schon für die Allerkleinsten – Passauer Jargon, welch interessante Terminologie: unter den ‚Quietschis‘ – solche schweren Kaliber wie das Habituskonzept aufzufahren. Nicht wenige Abiturienten mit tadellosem Zeugnis, die aus unerfindlichen Gründen nicht der Saugkraft von Jura oder BWL gefolgt sind, wo sie es diesbezüglich wirklich einfacher haben könnten, müssen angesichts der Bourdieu’schen Radikalhinterfragung ihres bis dahin weitgehend aufgeräumten Blicks auf die soziale Welt erst einmal schlucken. Oder ist es vielleicht so, dass sie ein solch kryptisches Fach, dessen Fokus viele Außenvorbleibende nicht einmal rudimentär beschreiben könnten, just deshalb wählen, weil ihnen schwant, dass die Welt mehr ist als das, was augenscheinlich und handgreiflich der Fall ist? 
Letzteres ist ein sympathischer Gedanke und wirkt überdies im Lichte soziologischer Nachforschungen zur Soziologie nicht unplausibel (auch hier ist Bourdieu mein Kronzeuge, wie so oft). Vielleicht ist der Umstand, dass die universitäre Soziologie oft noch andere Studiengänge mitverwöhnt (Lehramt usw.), ein Einflussfaktor in meiner nun aber punktuell gegenteiligen Wahrnehmung. Ohne jeglichen typologischen Anspruch gesprochen, gibt es Studierende, die das soziologische Seminar betreten wie ein Exotarium: man staunt und wundert sich, bleibt aber erstmal da und schaut eine Weile, was passiert. Resistent gegen die Vorstellung, dass der innere Soziologe, die innere Soziologin tief im Selbst darauf wartet, durch Didaktik und Verstricktwerden ins anspruchsvolle Argument geweckt zu werden, kommt von manchen Studierenden irgendwann eine Bemerkung folgenden Musters: Die Antwort auf das komplexe Problem X habe ich ‚irgendwo‘ gelesen, außerdem kennt sich mein Cousin damit aus. Variante: Die Frage Y ist längst beantwortet, das hat mit der Evolution zu tun. Spezifischer: Z ist gar nicht so überraschend, schließlich sind Männer Jäger und Sammler, während Frauen das Feuer hüten. (Einwurf: Hätte man beim Aufbau des Brandschutzes auch nur einen buchstäblichen Funken Traditionsbewusstsein besessen, die ersten Feuerwehren hätten rein weiblich besetzt sein müssen.) Eine andere Variation ist, ein Phänomen aus dem Umstand abzuleiten, dass der Mensch eine rationalistisch operierende Maschine ist, die nur das anstellt, was ihr – vermutlich oft auch unbewusst, so sind Roboter eben drauf – zum faktisch Besten dient. Die Naturwissenschaft, die Mathematik, ‚ein Artikel‘, in besonders dunklen Stunden auch ‚Galileo‘ auf Pro 7, ‚Cosmopolitan‘ oder eine sicherlich gut informierte Internetseite haben das so und nicht anders berichtet, heißt es zur Verteidigung der These. Diese Quellen haben damit üblicherweise ‚bewiesen‘, was der ‚gesunde Menschenverstand‘ längst ahnt und die Soziologie nicht einzusehen vermag: dass die Welt gar nicht so kompliziert ist, wenn man einsieht, wie kausal und vernünftig und nachvollziehbar in Wahrheit alles konstruiert ist. Pardon, natürlich nicht konstruiert, sondern ‚objektiv da‘. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es dann, wenn das vorreflexive Besser-Informiert-Sein von studentischer Seite in die Waagschale geworfen wird, lediglich darum geht, Paroli bieten zu wollen um des argumentativen Wettkampfs willen. Diesen Ansatz kann man immerhin sportlich sehen – so lässt sich streiten, und das ist für Lehrveranstaltungen, anders als im Töpferkurs an der Volkshochschule, eine gute Sache. In anderen Fällen wirkt es, als werde die Information darüber, wie es um die Dinge tatsächlich steht, aus humanitärem Impetus heraus, ja geradezu aus Sorge um Wissensstand und Seelenheil der KommilitonInnen weitergetragen. Ethik statt Sportlichkeit: Angehende SoziologInnen sollen also nicht im Morast ihrer Lebensunfähigkeit und Verblendung versinken. Ein Student brachte mir einmal eine, wenn ich das richtig erinnere, zwei- bis dreiseitige Publikation mit, in der geschrieben stand, dass die erotische Anziehung zwischen Personen zuvorderst eine biochemische Angelegenheit sei. Das hat mich das Periodensystem der Elemente mit anderen Augen betrachten und mich über die ungenutzt gebliebenen Möglichkeiten des schulischen Chemieunterrichts sinnieren lassen, aber nur für einen kurzen Augenblick, dann gab ich den Gedanken an eine Periodensystemtheorie wieder auf. Andere Kursteilnehmer fanden die naheliegenden Gegenstandpunkte ebenfalls überzeugender als den schriftlich vorgelegten ‚Beweis‘, was zwar bei dem engagierten Skeptiker keine Umtaufung auf die Weihen der Soziologie zur Folge hatte, aber wenigstens in der Gruppe eine lebhafte Debatte entfachte. 
Da wir unter uns sind, lassen Sie uns ehrlich sein: unser Fach macht es Neulingen nicht leicht. Gleichzeitig eröffnet es zauberhafte Wege hin zu verborgenen Schätzen, die ohne die Soziologie ungeschürft bleiben müssten. Anstrengende Bergwerksaufgaben im Verborgenen sind per se eine Nischenfaszination, vermutlich auch eine Sache der Gewöhnung durch beharrliches Aktivsein, und ein bisschen geht es wohl auch um’s Verliebtsein. Ohne Kribbeln im Bauch macht Soziologie keinen Spaß. Vielleicht ist das Studium eine langgezogene Dating-Phase: Manchmal wird daraus Liebe, manchmal bleibt’s fade, und manchmal entflammt eine kurze, stürmische Leidenschaft. Ich denke, beide Seite müssen an-, mit-, für-, und manchmal eben auch gegeneinander klären, ‚was da noch geht‘.

Sonntag, 5. Mai 2019

Der Soziologie-Rat Benkel/Passau als nackter Kaiser!

Der SozBlog der DGS (Deutsche Gesellschaft für Soziologie)

"Wissenschaft" karikiert sich selbst durch hilflose Zensuren, die Goebbels Ehre machen!!

Der akademische Soziologie-Kaiser bleibt nackt und alle Mitläufer bewundern seine glitzernden Kleider!

Der Soziologie-Beamte Dr. Benkel/Passau produziert steuerfinanziert (jeder Möchte-Gern-Schriftsteller wäre überglücklich über ein regelmäßiges Gehalt für seine Produktionen), was er irrtümlich für Wissenschaft hält, nach einem 8-MONATIGEN STILLSTAND im Blog der DGS in seinem text- und gesinnungsfetischistischen postmodern-sozialkonstuktivistischen Erguss „Schreiben über das Schreiben".

Der einzige ihm angenehme und freigeschaltete Kommentar bisher:
Armin Nassehi:
23. April 2019 um 18:36 Uhr 
Lieber Herr Benkel, hier etwas über die hübsche Gattung „Sonderdruck“ – ich habe gerade bei einem Umzug eine gefühlte Tonne Sonderdrucke (eigene und andere) recycelt. Herzlich, AN 
https://www.sglp.uzh.ch/dam/jcr:14db3bd3-cc18-490c-8649-cfe833252456/Burkert_Sonderdrucke_FAZ_N3_8_6_2016.pdf

Den folgenden, kritischen Kommentar zensiert er faschistoid (nimmt sich die neue soziologische Freiheit, Unangenehmes nicht freizuschalten) und merkt nicht, wie er damit den desolaten Zustand der akademischen Soziologie (s. a. Abspaltung der Akademie für Soziologie) und ihre emotional-ideologische Abkapselung signifikant bestätigt!

Seine literarische Ausschweifung kann jeder im SozBlog nachlesen.
Wer sich trotz der hilflosen und autoritären Zensur selber eine eigene Meinung über eine abweichende Perspektive bilden will, hier mein Kommentar:
„Lieber Herr Dr. Benkel,

erst einmal Respekt dafür, dass Sie den Mut haben, die emotional-ideologisch abgeschottete Komfortzone der akademischen Soziologie zu verlassen und den Blog nach 8 (ACHT) Monaten Pause wieder zu beleben.

In einer Zeit, in der das marode „Fundament“ der sozialkonstruktivistisch und funktionalistisch reduzierten Soziologie immer weitere Einbrüche zu verkraften hat und die desolate Lage dieser „Wissenschaft“ gerade durch die Abspaltung der Akademie für Soziologie unübersehbar geworden ist, eine besonders tapfere Aktion. 

Eine echte Wissenschaft der sozialen Prozesse würde diese Entwicklung und diese Pause ERKLÄREN.

Ihr Text ist ein Paradebeispiel für die postmoderne, übliche Textproduktion in der Soziologie In meinem Artikel zum Sozialkonstruktivismus in „soziologie heute“ habe ich diese Tendenz zum Textfetischismus beschrieben und kritisiert (http://bds-soz.de/wp-content/uploads/2016/06/SOZIOLOGIEHEUTE_FEBERausgabe2017_Schwartz.pdf).

Abgesehen von den ontologischen/epistemologischen Prämissen Ihrer Arbeit, die mich interessieren, vor allen Dingen bezogen auf Ihren Zugang zu der Differenz „Realismus/Konstruktivismus“, fiel mir der Begriff „wissenschaftliches Schreiben“ auf.

Es kann schlicht, wissenschaftlich betrachtet, kein wissenschaftliches Schreiben an sich geben. 
Es kann mehr oder weniger anspruchsvolles philosophisches oder literarisches Schreiben geben, aber in einer ernstzunehmenden Wissenschaft wird das Schreiben MINIMIERT zur Formulierung möglichst plausibler und einfacher, erklärender Theorien und davon abzuleitenden Hypothesen und Empirie.

„Since the Enlightenment, technological progress has depended specifically on the creation of explanatory knowledge. People had dreamed for millenia of flying to he moon, but it was only with the advent of Newton’s theories of about the behaviour of invisible entities such as forces and momentum that they began to understand what was needed in order to go there.“ (Deutsch 2011:55)

Die Verselbstständigung des Schreibens in den Geistes“wissenschaften“ hat zu einer Blockade der wissenschaftlichen Entwicklung geführt (s.a. mein Artikel „Verstehen und Erklären“: https://bds-soz.de/BDS/PDF/Soziologieheute/2018/3-2018/SOZIOLOGIEHEUTE_JUNIausgabe2018_Schwartz.pdf).

Philosophie bietet einen adäquaten, vorwissenschaftlichen Platz, um über den Rahmen der wissenschaftlichen Tätigkeit an sich zu schreiben und die ontologisch/epistemologischen Prämissen zu thematisieren.

So gesehen ist Luhmanns Theorieprojekt („Mal sehen, wie weit ich damit komme!“) eine mögliche Vorbereitung für eine wissenschaftliche Theorie, die noch aussteht (sie müsste den vorwissenschaftlichen Funktionalismus ontologisch/epistemologisch vom kausalitätsnegierenden, operativen Konstruktivismus erlösen und die entstandene, sich auf Wissenschaft und Gesellschaft verheerend auswirkende Komplexitätsideologie realistisch entlarven).

Im heutigen, relativistisch-konstruktivistischen Einheitsbrei gehen die Differenz innerhalb der Einheit UND die rational-intuitive Erfassung des Gestalt-und Gesamtzusammenhangs (Kurt Gödel/Unvollständigkeitstheoreme) verloren!“

Samstag, 4. Mai 2019

Die Schrei- und Schweigespirale!

Soziale Naturgesetze!

Die Schreispirale (Tilman Steiner) dominiert,

vor allen Dingen heute in den sozialen Medien!
(https://www.amazon.de/Massenkommunikation-Magischen-Dreieck-Analyse-Fernsehpraxis/dp/3531197444/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=Tilman+Steiner&qid=1556958286&s=gateway&sr=8-3)

Die Schweigespirale repräsentiert den wirklichen, verdeckten emotionalen Zustand großer Teile Bevölkerung, die Angst haben, sich gegenüber der Schreispirale öffentlich zu zeigen!

Wenn die Verhältnisse für die schweigende Mehrheit unerträglich geworden sind, kann sie in einer Revolte explosionsartig an die Oberfläche kommen und/oder sich mit Hilfe eines charismatischen Führers zu einer Revolution weiterentwickeln!

Wann sind vernünftige Gespräche auf Augenhöhe möglich?

Rationale Gespräche auf Argumentations-Basis sind nur mit einzelnen Menschen oder in sehr kleinen Gruppen möglich.

Ab einer einer bestimmten Anzahl, vielleicht ab 6 Personen übernimmt die Gruppendynamik die Kontrolle und dominante Meinungsführer manipulieren bewusst ODER UNBEWUSST den Kommunikationsprozess. Es geht nur noch um Macht.

Dieser gruppendynamische Prozess  kann zum Teil durch eine strenge Moderation beeinflusst werden, aber jeder kennt die Stimmung in einer Gruppe, wenn sich trotzdem Außenseiter nicht mehr trauen ihre Meinung zu sagen.

Genau so verhält es ich im Bereich der Massenkommunikation in den Massenmedien. Die dominierende Schreispirale (Tilman Steiner) bewirkt eine zunehmende Schweigespirale (Noelle-Neumann), die aus der veröffentlichten Meinung ausgeblendet wird mit dramatischen Konsequenzen auf lange Sicht. Auch hier geht es nur um Macht und massenpsychologische Manipulation. Recht hat, wer am lautesten schreit und die Gefühle und damit das Denken am besten  steuert. Das große Dilemma der massenmedial strukturierten Konsensdemokratie.

Wann funktioniert ein vernünftiges Gespräch mit einer anderen Person oder in Kleinstgruppen?

Mindestens zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

1.) Die Personen müssen annähernd ähnliche, intellektuelle Verarbeitungskapazitäten haben.

Im Zeitalter der Massen- und Intellektuellen-VERblödung wird diese Dimension meistens mit formaler Bildung verwechselt, mit der diese Bedingung NICHTS zu tun hat.
Im Gegenteil, heutzutage täuscht ein hohes formales Bildungsniveau oft aufgrund der damit verbundenen Verblödung eine intellektuelle Verarbeitungskapazität vor, die schlicht nicht vorhanden ist.

2.) Die Personen müssen eine MINIMALE emotional-ideologische Basis haben ODER ihre emotional-ideologische Basis zum Thema des Gesprächs machen können.
      
Ansonsten entstehen nur emotional-ideologische Machtkämpfe unter dem Deckmantel von vermeintlicher Rationalität.

NOELLE-NEUMANN.DE
Die Theorie der Schweigespirale Erstausgabe der Schweigespirale (1980) Große Resonanz weit über die Fachwelt hinaus fand Elisabeth Noelle-Neumann mit der

Samstag, 27. April 2019

Žižek - Peterson-Debatte

Spannend!

Faszinierende Wahrheitssuche auf höchstem, intellektuellem Niveau, jenseits von emotional-ideologischem Klamauk! 

Die ideologischen Grenzen zweier radikaler Denker wurden deutlich! 

Slavoj Žižek, Hegelianer, Ideologie-Spezialist und Kapital-Marxist hat die Lehren der kommunistischen Realitäten begriffen, bleibt aber ein verantwortungsloser und ratloser Beobachter der sich entwickelnden Widersprüche im Kapitalismus. 

Er verweist zwar zu Recht auf China, das die Ideologie der Kombination von Kapitalismus und Demokratie als historische Erscheinung entlarvt, und auf die Vermüllung der Erde, die nicht liberalistisch-kapitalistisch zu stoppen ist.
Aber die auch von ihm akzeptierten, konstitutiven Dimensionen menschlicher Sozialität wie "Hierarchie" und "Macht/Gewalt" denkt er als dialektisch beschränkter Hegelianer nicht konstruktiv-synthetisierend zu Ende und ist nicht in der Lage, soziale Naturgesetze im 21. Jahrhundert sozialrealistisch-WISSENSCHAFTLICH zu begreifen und zu erforschen. 

Dr Jordan B Peterson, Psychologe mit soziologischer Ambition, entpuppt sich als sozialkonstruktivistisch reduzierter Pippi-Langstrumpf-Soziologe (s.u.), wenn er seine PSYCHOLOGISCH-individuellen, sehr nachvollziehbaren Möglichkeiten für Menschen mit einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur, hochstilisiert zur SOZIOLOGISCHEN Wahrscheinlichkeit für die Masse/Mehrheit innerhalb der liberalistischen Freiheits- und Aufklärungsideologie! 

Dass er das derart naiv unterstellen kann, ist ein weiteres Resultat einer fehlenden sozialrealistisch-WISSENSCHAFTLICHEN Soziologie!

BEIDE Denker sind wie alle Sozialisten UND Liberalisten nicht in der Lage, die Ideologie des liberalistischen und imperialistischen Kapitalismus, die die Probleme schafft, vom genialen Instrument des Marktes, das den materiellen Wohlstand verursacht, konsequent und systematisch zu unterscheiden. 


Meine Artikel in "soziologie heute" gehen da soziologisch einen Schritt weiter, z.B. zuletzt "Die Perversion der Freiheit": https://bds-soz.de/BDS/PDF/Soziologieheute/2019/SOZIOLOGIEHEUTE_APRILausgabe2019_%20Schwartz.pdf.

Hier die Debatte: https://www.youtube.com/watch?v=78BFFq_8XvM&t=8620s.

Über diese Website
ZEIT.DE
Erst kommt der Marx und dann die Moral: Der Psychologe Jordan Peterson und Slavoj Žižek streiten sich in einem philosophischen Showduell – mit Livestream in alle Welt. 

Samstag, 20. April 2019

The Engineering of consent!

Wie Konsumenten und Wähler produziert werden!

Ein faszinierende und äußerst informative Dokumentation, jenseits des populären, gesinnungsfetischistischen Pippi-Langstrumpf-Klamauks:

https://www.youtube.com/watch?v=eJ3RzGoQC4s&t=2077s


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